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Küchen-Kräuter

Kräuter – Klassiker für die feine Küche

Kräutervielfalt
Frische Kräuter sollten in keinem Haushalt fehlen. Egal ob im großen Bauerngarten oder auf der Fensterbank, für Kräuter findet sich überall ein Plätzchen. Die Verwendung von Kräutern ist so alt wie die Menschheit selbst. Bereits in Ausgrabungen aus der Jungsteinzeit wurden Reste von Mohn, Angelika und Kümmel als Grabbeigaben gefunden. Ägypter und Chinesen nutzen bereits vor Jahrtausenden ihr Wissen um die Heilkräfte der Kräuter und Wildpflanzen. Die Geschichte der Kräuter zu Verfeinerung von Speisen mutet dagegen relativ jung an. Viele der von uns verwendeten Kräuter kamen aus dem Mittelmeerraum über die Alpen. Zuerst in den Klostergärten zu Heilzwecken verwendet und dokumentiert hielten sie ganz nebenbei immer mehr auch als Gewürzkräuter Einzug in die Küchen.

Ja! Natürlich bietet eine abwechslungsreiche Vielfalt an gesunden, biologisch gezogenen Kräuter. Sie können in den Garten gesetzt werden oder auf einer sonnigen Fensterbank bleiben – idealer weise gleich in der Küche zum täglichen Würzen.


Hier eine kleine Auswahl der beliebtesten Kräuter:


Schnittlauch – der Klassiker. Schnittlauch ist ein mehrjähriges Kraut. Einmal gepflanzt, treibt er Jahr für Jahr im Frühling neu aus. Für die Fensterbank sollte der Schnittlauch in einen größeren Topf mit frischer Erde gesetzt werden, dann bringt er auch im Haus lange Zeit frisches Grün. Schnittlauch enthält frisch geschnitten zahlreiche Mineralstoffe und viel Vitamin C. Immer wieder geschnitten, treibt er jedes Mal neu durch. Die lila Blüten des Schnittlauchs sind essbar und sehr dekorativ für Salate. Ein kleiner Tipp: Um auch im Winter frischen Schnittlauch zu ernten, muss die Pflanze einmal ordentlich durchfrieren. Danach nimmt man den abgefrorenen Schnittlauch ins Haus – dort treibt er auch im Winter wieder neu durch!

Salbei – Schmuckstück im Kräutergarten. Auch der Salbei zählt zu den ausdauernden Kräutern. Er kommt aus dem Mittelmeerraum und braucht ein sonniges Plätzchen. An den Boden stellt er keine großen Ansprüche, auch ohne Düngung. Die frisch geernteten Salbeiblättchen lassen sich vielfältig in der Küche einsetzen. Hervorragend unterstreicht er den Geschmack von abgebratenem Fleisch, Salbeibutter mit Nudeln ist ein köstlicher Klassiker! Salbei hilft aber auch als Tee bei Halsschmerzen und Husten. Das Kraut kann gut konserviert werden. Dazu werden ganze Triebe kurz vor der Blüte geschnitten, in kleinen Büscheln zusammengebunden und kopfüber in einem trockenen Raum aufgehängt. Sobald er trocken ist, in ein Glas geben und dunkel und trocken aufbewahren!

Dille – das Kräutlein für Bräute. Ein Dillestöckchen lässt sich leicht in jedem Garten oder am Balkon unterbringen. Im Beet benötigt die Dille keinen eigenen Platz, sie passt wunderbar in Mischkultur zu Karotten oder Gurken. Beide Pflanzen unterstützt sie beim Auflaufen der Samen und verbessert ihr Aroma. Von der Dille können sowohl die zarten aromatischen Blättchen als auch die Samen verwendet werden: Köstlich als Dillsoße ebenso wie zum Einlegen von Gurken, für Dillbutter oder als Würze zu bunten Blattsalaten geeignet. Dillblätter können eingefroren werden oder mit Salz (1 Teil Dille, 4 Teile Salz) konserviert werden. Aus den Dillsamen kann ein milder Tee aufgegossen werden, der bei Bauchschmerzen und Blähungen lindernd wirkt. Eine interessante Verwendung hatten junge Bräute im Mittelalter: Auf dem Weg zum Altar legten sie Dillsamen in ihre Schuhe und flüsterten: „In den Schuhen habe ich Dill, jetzt muss der Mann tun, was ich will!“ Den Versuch ist es Wert…

Basilikum – Urlaubsfeeling zu Hause. Vor ca. 20 Jahren hat das Basilikum seinen Siegeszug angetreten und ist jetzt der große Star in allen Küchen. Die aromatischen Blättern sind vielseitig anwendbar und vor allem ein tolles Topping für die leichte Sommerküche. Die Pflanze ist einjährig und relativ kälteempfindlich. Das Basilikum sollte daher nie vor dem 20. Mai ins Freie gesetzt werden, es benötigt einen sonnigen Platz! Achtung aber auf der Fensterbank: Hier kann es durch die Glasscheibe bei vollem Sonnenschein auch schon mal zu Verbrennungen kommen. Das Basilikum harmoniert wunderbar mit Tomaten – sowohl im Gemüsegarten als auch in der Küche. Verwendet werden die Blätter frisch, durch Trocknen oder Einfrieren verlieren sie viel an Aroma. Basilikum sollte immer am Ende des Kochens zu den Speisen gegeben werden – zu hohe Temperaturen zerstören wertvolle Inhaltsstoffe!

Weitere Tipps von unserer Bio-Gartenexpertin Doris Kampas finden Sie hier