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Mischkulturen

Mischkulturen: Pflanzenmix hält das Gemüse-Beet gesund

Gemüsebeet


So werden Garten, Pflanzen und Boden natürlich gesund gehalten

Besonders früher war es in heimischen Gärten üblich, ein vorbereitetes Beet für nur eine Pflanzenart zu reservieren. So gab es das Paradeiserbeet neben den Gurken und anschließend fand sich das Karottenbeet... Allerdings bringt diese Art des Anbaus einige Probleme mit sich. So finden z.B. Schädlinge viel leichter den Weg zu ihrer Lieblingspflanze und mit der Zeit wird der Boden müde. Die Nährstoffe des Bodens werden aufgebraucht und auch das Bodenleben wird einseitig. Im großen Stil angewandt führt diese Form der „Monokultur“ in der konventionellen Landwirtschaft übrigens zu großen Problemen. Bio hingegen macht’s anders!


Diese Pflanzen haben eine gute Nachbarschaft:

Paradeiser & Salat
Die Wurzeln von Paradeisern wachsen sehr tief in den Boden und können sich die Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten holen. Der Salat ist hingegen ein sogenannter Flachwurzler. Es kommt damit zu keiner Konkurrenz der Pflanzen – die Mineralstoffe und Spurenelemente, die der Salat nicht verbrauchen kann, werden von den Paradeisern noch aufgenommen. Damit wird die Auswaschung von Nährstoffen verhindert.

Buschbohnen & Gurken
Gurken brauchen viele Nährstoffe, sie sind „Starkzehrer“. Buschbohnen oder Fisolen haben hingegen einen besonderen Trick auf Lager: in Symbiose mit Knöllchenbakterien im Boden können sie aus der Luft den Stickstoff filtern und im Boden speichern. Dieser wird den Gurken gleich zur Verfügung gestellt.

Spinat & Kraut
Die Wurzeln des Spinats scheiden Saponin aus, ein seifenartiger Schleimstoff. Dieser kann vom Kraut aufgenommen werden und fördert es in Wachstum und Gesundheit. Bei der Spinaternte sollten die Wurzeln übrigens immer im Boden bleiben – der Boden wir damit verbessert!

Kirschbaum & Kapuzinerkresse
Kirschbäume werden gerne von Blattläusen befallen. Kapuzinerkresse um den Baum gepflanzt, zieht die Läuse an und hält sie somit vom Kirschbaum fern.

Karotten & Dille
Karottensamen brauchen ca. 4 Wochen, um zu keimen. Dillesamen in die Karottenreihe gestreut, markieren die Pflanzreihen und beschleunigen zudem die Keimung der Karottensamen.

Basilikum & Zucchini
Basilikum lockt durch seinen aromatischen Geruch Insekten an, diese bestäuben die gelben Zucchiniblüten. Zucchini sind anfällig gegen Mehltau, Basilikum schützt wiederum die Zucchini davor bzw. reduziert den Mehltaubefall!

Erdäpfel & Kümmel
Kümmel stärkt das Wachstum und die Gesundheit der Erdäpfel und verbessert deren Aroma.

Karotten & Zwiebel
Die wohl bekannteste Mischkultur ist schon ein Klassiker: Die Karotten halten die Zwiebelfliege von den Zwiebeln fern, die Zwiebeln bedanken sich, indem sie die Möhrenfliegen von den Karotten vertreiben.


Diese Pflanzen vertragen sich nicht:

Es gibt auch wenige Pflanzenkombinationen, die negativ aufeinander wirken:

Petersilie oder Kresse in der Salatreihe bringen den Salat zum vorzeitigen Blühen (Schießen) und der Salat bildet keine Köpfe. Und Kamille bringt einen Blumenstrauß schneller zum Welken.

Eine allgemeine Faustregel gibt es für das Mischkulturbeet: Gemüsearten aus der gleichen Pflanzenfamilie sollen nie zusammengepflanzt werden! Sie sind genetisch sehr ähnlich, deshalb übertragen sie leichter Krankheiten und laugen den Boden einseitig aus.