Da ist kein Wurm drinnen

Bio-Bauern betreiben Ursachen- statt Symptombekämpfung.
Gerade in der Obst- und Gemüseproduktion müssen Bio-Bauern Innovativ sein, damit nicht der Wurm den Apfel isst. Österreichs größte Bio-Marke macht deutlich – es geht auch ohne chemisch-synthetische Spritzmittel.

Qualitätsmanagerin Chr. Angerer.
„Bio-Bauern betreiben Obst- und Gemüseanbau ohne schwere chemische Geschütze. Sie arbeiten nach dem Motto ‚Ursachen- statt Symptombekämpfung’ und wollen kritische Situationen von vornherein vermeiden.“
Was tut der Bauer?
Schädlinge, Unkraut und Krankheiten bedrohen das Obst und Gemüse während des Wachstums. Und das hat schlimme Folgen: Durch Schädlingsbefall, Pilzkrankheiten oder Unkrautdruck kann es zu einer schlechten Entwicklung der Früchte, zu massiven Ertragseinbußen oder sogar zu Totalausfall kommen.
Der konventionelle Bauer weiß sich mit chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln zu helfen.
Was tut der Bio-Bauer?
Bio-Bauern wollen’s gar nicht so weit kommen lassen. Vorsorge steht an erster Stelle. Mit verschiedenen Maßnahmen werden kritische Situationen vermieden. Sie
- verwenden widerstandsfähige Sorten und Arten, die dem Standort angepasst sind, wie beispielsweise schorfresistente Topaz-Äpfel.
- tricksen mit intelligenten Verwirrmethoden: Natürliche Sexualhormone werden auf mehrere Bäume im Obstgarten aufgehängt. Dieser Vorgang verhindert, dass Apfelwicklermännchen die Weibchen finden. Es gibt also keine Befruchtung und Eiablage, woraus später der „Wurm im Apfel“ entstehen könnte.
- verwenden amtlich zugelassene natürliche Spritzmittel wie mineralische Öle und Pflanzenextrakte. Diese wirken allerdings nur kurzfristig und bei günstigen Wetterbedingungen.

Viel Kontrolle für beste Qualität!
Das reicht Ja! Natürlich nicht
Ein privilegiertes Ja! Natürlich Produkt zu sein, ist schwierig, denn es muss in vielen Bereichen höhere Anforderungen erfüllen.
Kontrolle während der gesamten Produktionszeit
Im engmaschigen Kontrollnetz bleibt vom Bio-Bauern bis zur Warenankunft nichts dem Zufall überlassen.
Bereits vor der Ernte wird kontrolliert, da unerlaubte Mittel beim geernteten Produkt teilweise nicht mehr nachgewiesen werden können. Ja! Natürlich zieht Blatt- oder Erdproben und lässt diese von einem österreichischen Labor auf verbotene Pflanzenschutzmittel untersuchen.
Bei den ausländischen Obst- und Gemüseproduzenten führen Mitarbeiter der Global 2000 Vor-Ort Kontrollen im Auftrag von Ja! Natürlich durch. Selbst nach der Warenankunft folgen Laboruntersuchungen.
Im Obst und Gemüse von Ja! Natürlich stecken keine chemisch-synthetischen Spritzmittel.
Herkunft
365 Tage Obst und Gemüse aus Österreich – eine Illusion: Bananen, Orangen, Zitronen & Co. fühlen sich nun Mal in unseren Breitengraden nicht wohl. Außerdem ist es aus Gründen des Klimaschutzes im Winter nicht sinnvoll Obst und Gemüse in beheizten Glashäusern zu ziehen.
Um genau zu wissen, von wo und unter welchen Bedingungen Obst und Gemüse bezogen wird, hat Ja! Natürlich eine Herkunftsstrategie festgelegt:
- Wenn keine zusätzliche Heiz-Energie eingesetzt werden muss, hat die österreichische Herkunft immer Vorrang. Spezielle Projekte treiben die heimischen Obst- und Gemüse-Erzeugung voran.
- Ist eine heimische Produktion aus klimatischen Gründen nicht möglich, dann darf auf angrenzende europäische Länder ausgewichen werden. Dabei kooperiert Ja! Natürlich mit fixen Partnerbetrieben, die intensiv kontrolliert werden.
- Auf Transporte mit dem Flugzeug wird verzichtet.
- Importe aus Übersee-Gebieten per Schiff gibt es nur für jene Früchte, die bei uns nicht wachsen.
Info-Broschüre Obst & Gemüse (1,66 MB)