Das Testergebnis der Zeitschrift „KONSUMENT“ (Herausgeber: VKI Verein für Konsumenteninformation) über unser Bio-Olivenöl verunsichert derzeit unsere Konsumenten. Die Frage, die im Raum steht:
Gibt es in dem Produkt eine Belastung durch Schadstoffe, die gesundheitlich relevant ist? – Die klare Antwort: Nein.
Es ist uns wichtig aufzuklären:
1. Die „hohen“ Werte in der Rubrik Schadstoffe resultieren daraus, dass die Anzahl – nicht die Menge – der gefundenen PAKs (Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe) bewertet wurde. Diese Art der Messung ist schlichtweg unseriös. Schließlich kommt es nicht auf die Anzahl der Schadstoffe an (es gibt unzählige in der Luft!), sondern auf die Konzentration. Und diese Werte (die im Test nicht angegeben sind!) sind weit unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte und in keiner Form gesundheitsgefährdend.
2. Schadstoffe lassen sich nicht restlos vermeiden, weil Sie leider in der Atmosphäre als „Umweltgifte“ vorkommen. Sie entstehen im täglichen Leben durch Zersetzung bei hohen Temperaturen unter Sauerstoffmangel (z.B. bei Waldbränden, Vulkanausbrüchen u.v.m.).
3. Wiederholbare Messungsergebnisse der Schadstoffwerte lassen sich nicht beeinflussen, weil das Ergebnis von wechselnden Parametern wie Regen, Wind und anderen Umwelteinflüssen (z.B. Waldbrände etc.) abhängt. Worauf wir als Produzenten Einfluss nehmen können, sind durch Menschen verursachte Verunreinigungen (wie z.B. Müllverbrennungsanlagen in der Nähe der Anbauflächen etc.). Darauf achtet Ja! Natürlich selbstverständlich bei der Auswahl seiner Lieferanten.
4. Wir haben auf dem Etikett unseres Produktes „Ja! Natürlich Extra natives Olivenöl“ die Angabe „Kaltpressung“ aufgebracht. Die Bezeichnung „Kaltpressung“ ist seit 2008 nur noch der traditionellen Herstellung mit Pressmatten vorbehalten. Bei Herstellung mit modernen Techniken muss die Bezeichnung „kaltextrahiert“ lauten. Leider wurde diese rechtliche Kennzeichnungsänderung beim Nachdruck der Etiketten übersehen und nicht korrigiert. Die Qualität des Produktes wird davon nicht beeinflusst. Das Ja! Natürlich Olivenöl wird ausschließlich mit mechanischen Verfahren ohne Wärmezufuhr produziert, darf also die Bezeichnung der obersten Güteklasse "Nativ extra" tragen. Es handelt sich hier also um einen formalen Bezeichnungsfehler, der beim nächsten Druck der Etikette korrigiert wird. Den Vorwurf der "bewussten Irreführung" unserer Konsumenten weisen wir entschieden zurück.
5. Weichmacher sind mittlerweile sehr weit verbreitet und kommen in Ölen sehr oft vor.
Sie können durch verschiedene Wege ins Öl gelangen und werden auch über Luft, Boden oder Wasser transportiert.
Wir haben zahlreiche Maßnahmen getroffen, um die Belastung mit Weichmachern zu verringern. Letztes Jahr hat unser Lieferant z.B. alle plastikhaltigen Teile in der Produktion gegen Metallteile ausgetauscht.
Jede Charge, die in den Verkauf geht, wird auf Weichmacher untersucht und nur dann angeliefert wenn sie unter der Nachweisgrenze sind (nicht zu verwechseln mit der Bestimmungsgrenze!). Die Unsicherheit der Weichmacheranalyse liegt allerdings bei 50 %.
6. Übrigens: Bei jeder Garten-Grillerei – egal ob Fleisch oder Gemüse – entstehen PAK-Schadstoffe, die mehrere Zehnerpotenzen über den Werten im Olivenöl liegen können! Bei Messung dieser Werte würde so mancher Grillmeister über die Überschreitung der gesetzlichen Grenzwerte schockiert sein.
Es ist uns wichtig, unseren Konsumenten vollkommene Aufklärung und Transparenz zu geben. Wer Fragen zum Thema hat, dem steht unsere Info-Mail zur Verfügung: info@janatuerlich.at. DI Axel Fila, Leiter Qualitätsmanagement und Produktentwicklung für Bio Verarbeitungsprodukte, klärt gerne persönlich über die Thematik auf.