Manuel Gererstorfer Freilandschweine Manuel Gererstorfer Freilandschweine
Im Portrait

Manuel Gererstorfer: Hält im Waldviertel Freilandschweine

Waldviertel, Niederösterreich

Lustig geht es auf den Weiden zu: Rund 100 Schweine spazieren über die Wiesen, manche wühlen im Boden, andere lassen sich einfach dort fallen, wo es ihnen gerade passt, wieder andere wackeln zur Tränke oder zur Futterstelle. Am Abend ziehen sie sich in ihre Hütten zurück, und wenn es nicht zu kalt ist, schlafen manche auch unter freiem Himmel. Für Manuel Gererstorfer war dies die einzige Art und Weise, wie er die Tiere halten wollte.

Manuel Gererstorfer Freilandschweine
Manuel Gererstorfer Freilandschweine

Fremde und eigene Ideen umgesetzt

Als der Waldviertler 2014/15 den elterlichen Hof übernahm und damit Vollzeit in den Betrieb einstieg, stellte er eine Bedingung: Die Landwirtschaft soll biologisch geführt werden. „Ich bin ein überzeugter Bio-Landwirt. Meine Devise lautet: besser im Einklang mit der Natur als mit Dünger von irgendwoher“, sagt er und setzte dies im ersten Schritt im Ackerbau um. Im Frühjahr 2020 erfolgte dann der zweite Schritt: „Mir war von Anfang an klar, dass ich irgendwann auch Vieh möchte. Nachdem mein Cousin schon seit einigen Jahren Freilandschweine hält und ich ihm oft geholfen habe, hatte ich da bereits einen Einblick. Von ihm und auch von anderen habe ich mir vieles abgeschaut. Bei anderen Dingen habe ich mir überlegt, wie es anders funktionieren könnte. Und dann habe ich begonnen, alles, was die Schweine brauchen, selbst zu bauen.“

Manuel Gererstorfer Freilandschweine
Manuel Gererstorfer Freilandschweine
Manuel Gererstorfer Freilandschweine
„Meine Devise lautet: besser im Einklang mit der Natur als mit Dünger von irgendwoher.“
Manuel Gererstorfer, Bio-Landwirt aus dem Waldviertel

Mobile Weide

Den Winter über wurde getüftelt, gehämmert, gesägt. An Know-how fehlt es dabei nicht, schließlich war Manuel Gererstorfer vor seinem Einstieg in die Landwirtschaft Landmaschinenmechaniker. Und so entstanden nicht nur mobile Zäune für die Flächen, auf denen zugleich Rotklee oder Kleegras angebaut wird, sondern auch ein isolierter Wassertank und transportable Schlafkobel mit ausreichend Platz für die Schweine. „Ich streue Stroh ein, die Schweine können in den Hütten schlafen. Alle zwei Wochen ziehe ich die Unterkünfte mit dem Traktor ein Stück weiter, das alte Stroh bleibt einfach liegen. So spare ich mir das Ausmisten und dünge zugleich das Feld“, erklärt der Bio-Landwirt das Prinzip seiner Kreislaufwirtschaft. Denn nicht nur die Schlafstätten, auch die Schweinekoppeln wandern mit der Zeit weiter. Auf der alten Weide wachsen dann, gut gedüngt, Getreide oder andere Ackerpflanzen.

Bewegungsprogramm

Rund drei Hektar sind für die Schweine reserviert. Unterteilt in zwei Bereiche halten sich in jedem Teil rund 50 Tiere auf. Diese sind von zwei 1,5 Meter hohen Zäunen umgeben, sodass die Schweine nicht hinaus, aber auch Wildschweine nicht hineinkönnen. Wasserstelle, Futterplatz und andere Einrichtungen sind dabei so angelegt, dass sich die Schweine dafür bewegen müssen: „Jedes Tier legt pro Tag drei bis vier Kilometer zurück“, sagt Gererstorfer, „das sieht man und man schmeckt es auch: Das Fleisch ist viel muskulöser als bei im Stall gehaltenen Tieren, und es hat einen höheren Magerfettanteil.“

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Transparente Landwirtschaft

Woran sich der Landwirt erst mal gewöhnen musste, war der Anteil der Bevölkerung an seinen Tieren: „Die Leute bleiben stehen, beobachten oder melden sich, wenn ihnen was ungewöhnlich vorkommt. Oft schon hat mich jemand angerufen und gesagt: Da liegt ein Schweindl und rührt sich nicht. Da kann ich dann beruhigen: Das ist eine Eigenheit der Tiere und zugleich auch die Freiheit, dass sie sich überall hinlegen können, wo sie wollen.“

„Wenn ich die Schweine auf der Weide sehe, denke ich mir, das ist Tierhaltung, die ich mit mir vereinbaren kann.“
Für Manuel Gererstorfer kommt nur die Freilandhaltung in Frage

Tierwohl an oberster Stelle

Seine Begeisterung ist nicht zu überhören, wenn er von seinen Freilandschweinen spricht. Sich einfach einen Stall hinstellen zu lassen, wäre für ihn nie in Frage gekommen. Dazu tüftelt er viel zu gerne an eigenen Lösungen. Und dadurch, dass er selbst Hand anlegt, kann er auch das umsetzen, was er für seine Tiere für das Beste hält. Denn oberste Priorität hat stets das Tierwohl: „Wenn ich die Schweine auf der Weide sehe, denke ich mir, das ist Tierhaltung, die ich mit mir vereinbaren kann.“

Bio-Bauchspeck vom Freilandschwein in Scheiben

Unser Bio-Bauchspeck ist eine Roh-Pckelware, die aus dem Schweinebauch hergestellt wird. Das Räuchern über Buchenholz sorgt für ein herzhaftes und g'schmackiges Aroma, das besonders passend für die traditionell österreichische Küche ist.

Bio-Kaiserspeck vom Freilandschwein in Scheiben

Der Bio-Kaiserspeck ist ein Rohschinken und wird aus der Schweinschale hergestellt.

Dieses hochwertige Bio-Produkt gehört zu der exquisiten Bio-Produktrange "vom Waldviertler Freilandschwein". Ja! Natürlich hat gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur das innovative Projekt der Waldviertler Freilandschweine ins Leben gerufen. Die Schweine leben mit ihren Artgenossen das ganze Jahr über auf Waldviertler Wiesen und Weiden, wo sie nach Nahrung wühlen können, stressfrei aufwachsen und ein glückliches Leben haben.

Die Verarbeitung zu den Bio-Speckprodukten vom Waldviertler Freilandschwein erfolgt in österreichischen Traditionsbetrieben - selbstverständlich ohne Zugabe von Geschmacksverstärkern, Stabilisatoren, Aromen und Phosphat. Alle Ja! Natürlich Bio-Wurstprodukte sind sowohl gluten- als auch laktosefrei.

Vom Waldviertler Freiland bis zum Supermarkt wird streng von unabhängigen Kontrollstellen die Bio-Qualität kontrolliert. Alle Ja! Natürlich Produkte sind zu 100 % gentechnikfrei gemäß EU-Bio-Verordnung.

Neben dem Bio-Kaiserspeck gibt es vom Freilandschwein für den Genuss mit bestem Gewissen diverse Bio-Schinken, Bio-Dauerwürste und Bio-Speck.


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