Die Frühlingsgemüse sind schon in Reichweite, nur ein bisschen müssen wir uns noch gedulden, bis wir uns auf die erste frische Ernte des Jahres stürzen können. Ein Glück, dass auch die Wintergemüse noch nicht langweilig werden. Mit schmackhaften Ölen etwa kann man dieselben Gemüse immer wieder neu interpretieren. Auf den letzten Metern des Winters widme ich diese Küchengeschichte dem schwarzen Rettich, weil viele ihn vielleicht links liegen lassen. Sein Geschmack und Geruch sind intensiv, für manche ein wenig streng, das liegt vor allem an den Senfölen, die auch für die gewisse Schärfe sorgen. Sie sind auch der Grund für die enormen Heilkräfte des schwarzen Rettichs. Um seine Intensität etwas abzumildern und ihn gleichzeitig zu verfeinern, kommen bei mir gerne schmackhaftes Kürbiskernöl und cremiger Joghurt zum Einsatz. Knusprig geröstete Speckwürfel fungieren als eine Art Gewürz und verleihen eine besonders g’schmackige Note.

Tipp: Vegetarier können den Speck natürlich einfach weglassen und z. B. mit geräuchertem Paprika nachwürzen!