Wo liegt der Unterschied zwischen einem Bio- und einem konventionellem Ei?

Bio-Hennen haben am meisten Auslauf

Bio-Hennen haben am meisten Auslauf im Stall und im Freien! Für jede Haltungsform gibt es gesetzliche Vorgaben: Die Haltung von Hennen in Käfigen ist in Österreich mittlerweile verboten. Bodenhaltungs-Hennen müssen mit dem geringsten Platz auskommen – sie haben keinen Auslauf in der freien Natur, sondern leben immer im Stall. Besser geht’s da den Hennen in der konventionellen Freilandhaltung: 7 – 8 Hühner pro m² Stallfläche sind vorgesehen, außerdem muss es begrünten Auslauf im Freien geben, 8m² pro Tier. Am besten haben es allerdings die Bio-Hennen in Freilandhaltung: 6 Hühner pro m² im Stall und 10m² pro Tier im freien Auslauf. Dabei brauchen sie unbedingt Bäume und Sträucher, um sich  schützen zu können.

Huhn Freilandeier

Eier von freilaufenden Hühnern sind noch lange keine Bio-Eier!

Der größte Unterschied zwischen dem Bio-Ei von freilaufenden Hühnern und dem konventionellen Ei von freilaufenden Hühnern liegt in der Fütterung der Hennen: Im konventionellen Bereich werden dem Futter der Legehennen künstliche Farbpigmente zugesetzt. So kommt die intensiv orange bis lachsfarbene Dotterfarbe zustande, mit der Konsumenten irrtümlich eine „besondere Qualität“ verbinden. Das Gegenteil ist der Fall! Denn zusätzlich befinden sich im konventionellen Hühnerfutter meist weitere Zusätze von speziellen synthetisch hergestellten Aminosäuren. Bio-Hennen hingegen bekommen hochwertiges Bio-Futter. Und nicht zuletzt hat Ja! Natürlich als Pionier der Branche dafür gesorgt, dass die männlichen Küken nicht mehr nach der Geburt getötet werden.

Bio-Hühner fressen Bio-Futter

Bio-Hennen haben am meisten Auslauf, picken, scharren, nehmen Sandbäder und können sich ihren Artgenossen gegenüber so verhalten wie es ihrer Natur entspricht. Zu dem, was Bio-Hennen auf der Wiese an Samen, Körnern, Kräutern, Insekten oder Würmern finden, fressen sie Bio-Futter. Getreidemischungen sind dabei im Speiseplan ernährungsphysiologisch unabdingbar. Denn die Hühner sind auf ein bestimmtes Verhältnis an lebenswichtigen Aminosäuren im Futter angewiesen und die Futtermischungen in Bio-Qualität genau darauf abgestimmt. Die Verwendung des richtigen Futters wird übrigens laufend kontrolliert. Die etwas hellere Dotterfarben bei Bio-Eiern sind also kein Qualitätsmangel, sondern deuten auf eine natürliche Fütterung hin.

Frisch aus dem Bio-Stall in die Verpackung

Bio-Bauern müssen jedes Ei, das gelegt wurde, unmittelbar am Bio-Bauernhof mit der Betriebsnummer stempeln. Ungestempelte Eier dürfen nicht in die Packstelle kommen. Auf der Packstelle müssen Aufzeichnungen über die Sortierung und das Abpacken geführt werden. Diese Packmeldungen werden auch der Kontrollstelle weitergeleitet. Somit kann man mengenmäßig überprüfen, ob tatsächlich Bio-Ware abgepackt wurde. Hier wird auch das MHD (Mindest Haltbarkeitsdatum) mit maximal 28 Tagen angedruckt.

Eier-Kennzeichnung

Jeder Konsument erkennt auf einen Blick an der Kennzeichnung, aus welcher Haltungsform die Eier stammen, die sich in der Packung befinden:

  • 0 = Biohaltung
  • 1 = Freilandhaltung
  • 2 = Bodenhaltung
  • 3 = Käfighaltung (ist in Österreich verboten!)

Ob Frühstücksei, Eiaufstrich, Eiernudeln oder Eierspätzle: Sowohl unsere frischen wie auch unsere verarbeiteten Bio-Eier stammen zu 100 % aus Österreich und werden strengstens kontrolliert. Wo Ja! Natürlich draufsteht, ist eben garantiert sorgenfreier Genuss drin.

Pflanze, die aus einem Karton herauswächst als Green Packeging Icon
Green
Packaging