Sabine Strohmer Hanföl Sabine Strohmer Hanföl
Im Portrait

Sabine Strohmer: erntet Hanfnüsse für Hanföl

Waldviertel, Niederösterreich
Sabine Strohmer Hanföl
Sabine Strohmer Hanföl

Mehrfache Verwendung

Bereits im zweiten Jahr als Landwirtin hat sie auf zwei Hektar mit dem Hanfanbau begonnen – es war ein Versuch, der geglückt ist: Mittlerweile auf zehn bis zwölf Hektar ausgedehnt, macht er 15 Prozent ihres Ertrags aus. „Hanf ist eine pflegeleichte Kultur“, sagt Sabine Strohmer. „Er wird Ende April angebaut und Mitte/Ende September geerntet.“ Dazwischen sorgt der Regen im Waldviertel dafür, dass die Pflanzen ausreichend mit Wasser versorgt werden. Sie erntet nur die Samen – die eigentlich kleine Nüsse sind. Nachdem diese mit dem Mähdrescher eingebracht sind, werden sie mit der Schale zum Trocknen übergeben und dann der Weiterverarbeitung zugeführt. In einer Ölmühle wird daraus das native Ja! Natürlich Bio-Hanföl gewonnen. Der Rest der Pflanze findet anderweitige Verwendung: „Rasch nach der Ernte wird alles abgemäht, das Hanfstroh trocknet dann rund zehn Tage auf dem Feld. Anschließend wird es gepresst und an eine Firma übergeben, die daraus Dämmplatten erzeugt. Im Jahr darauf wird dort, wo in einem Jahr der Hanf gewachsen ist, Dinkel angebaut und die Hanfflächen wandern weiter.“

Sabine Strohmer Hanföl
Sabine Strohmer Hanföl
„Hanf ist eine pflegeleichte Kultur. Wir bringen ihn im Frühjahr aus und ernten im September.“
Sabine Strohmer, Bio-Bäuerin aus dem Waldviertel

Gesunde Kraftpakete

Dass Hanfnüsse im Trend liegen, spürt auch die Bio-Bäuerin: „Hanf ist derzeit in Mode, man findet ihn in vielen Produkten, von Müsli über Bowls und in Gasthäusern sogar in der Panade von Schnitzeln.“ Den Boom verdanken die Hanfsamen ihren Inhaltsstoffen: Vollgepackt mit allen essenziellen Aminosäuren sind sie eine gute Eiweißquelle, was sie auch als Sportlernahrung interessant macht. Zudem weisen sie hohe Anteile an Vitamin B1, B2 und E, Magnesium, Kalium, Calcium und Eisen sowie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren auf. Angst vor berauschender Wirkung braucht man übrigens nicht zu haben: Zur Ölherstellung werden ausschließlich Samen des Kulturhanfs verwendet, die kein oder nur wenig Tetrahydrocannabinol (THC) beinhalten. Das nussig schmeckende Öl ist zum Erhitzen nicht geeignet, sehr wohl aber, um Speisen zu verfeinern. Nicht nur auf Salaten oder in Suppen macht es eine gute Figur, sondern auch zum Frühstück findet es Einsatz: „Meine Mutter gibt es gerne zum Müsli dazu“, verrät Sabine Strohmer.

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Bio-Diversität

Was wir morgen ernten und essen werden, wie wir mit den Umweltveränderungen durch den Klimawandel zurechtkommen und wie gut es uns gelingt, diesen auszubremsen – all das hängt maßgeblich von der biologischen Vielfalt ab. Aber was versteht man unter Biodiversität genau und wie können wir sie fördern? Die Antworten findest du hier.

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