Auch wir müssen uns an Gesetze halten

Der gesetzliche Rahmen gibt vor, dass Produkte in Bio-Qualität sich von konventioneller Ware in den Märkten für die Konsumenten optisch deutlich unterscheiden müssen. Ob uns das gefällt oder nicht, wir müssen uns daran halten. Würde man – um dieser Vorgabe zu entsprechen – statt den Bio-Produkten die gesamte konventionelle Ware verpacken, wäre das zwar für uns als Bio-Marke besser, letztendlich würde aber noch mehr Müll anfallen und man täte der Umwelt auch keinen Gefallen. Da Bioware leider noch den geringeren Anteil ausmacht, müssen Produkte, die auch als konventionelle Ware angeboten werden, meist verpackt oder zumindest mit Sticker o. Ä. versehen sein.

Kennzeichnung und Transparenz

Auch gewisse Kennzeichnungen sind verpflichtend oder essentiell für die Nachvollziehbarkeit der Ware. Größtmögliche Transparenz und Nachvollziehbarkeit sind uns ein wichtiges Anliegen und auch der Wunsch vieler KonsumentInnen. Je nach Produkt brauchen wir hier mehr oder weniger Platz, wo wir entsprechende Angaben machen können. Bei der Avocado beispielsweise haben wir heuer erstmals Natural Branding eingesetzt, um die Ware völlig lose ohne Sticker oder Etikett anbieten zu können. Bei einer Tomate ist diese Methode allein aufgrund der natürlichen Beschaffenheit nicht möglich, da sie zu stark beschädigt werden würde.

Schutzfunktion und Schutz vor Verderben

Weiters bedingen einige Produkte aufgrund ihrer Eigenschaften eine Verpackung, um die Produktqualität bzw. Haltbarkeit garantieren zu können. Da wir in bester Reife ernten und auf chemisch-synthetische Spritzmittel, Fungizide und dergleichen verzichten, sind unsere Produkte nicht so lange haltbar wie konventionelle Ware. Die richtige Verpackung stellt auch oft sicher, dass die Produkte unversehrt im Markt ankommen und auch nachhause transportiert werden können. Würde man auf Verpackung verzichten oder unzureichendes Material einsetzen, würde das in vielen Fällen bedeuten, dass mehr Ware verdirbt, entsorgt werden muss oder nicht in bester Qualität genossen werden kann.

Hygiene

Ein weiterer Grund ist die Hygiene, die wir für alle unsere Produkte sicherstellen müssen.

Verwechslungsgefahr

Nicht nur die KundInnen im Markt, auch das Personal an der Kassa muss erkennen, ob es sich um ein Bio-Produkt oder um konventionelle Ware handelt, damit keine Fehler bei der Verrechnung passieren.

Wir reduzieren Schritt für Schritt Kunststoffverpackungen. Unser Ziel: Raus aus Plastik!

Welche Lösungen gibt es (und warum dauert das so lange)?

Alternativen zu Plastik gibt es viele. Welche die beste ist, sowohl für die Umwelt als auch für die KonsumentInnen und die Sicherung von Bio-Qualität und Genuss, ist von Produkt zu Produkt unterschiedlich. Daher können ernst gemeinte, sinnvolle, langfristige Verbesserungen nicht von heute auf morgen erfolgen. Intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit, gefolgt von umfangreichen Tests mit den jeweiligen Lieferanten der Produkte sind notwendig. Immerhin müssen auch unsere Lieferanten – wir arbeiten mit mehr als 7.000 Bio-Bauern und rund 80 ausgewählten Bio-Partnerbetrieben – das neue Verpackungsmaterial in ihren Betrieben einwandfrei verwenden können. Dann muss es sich beim Transport in den Markt, bei der Handhabung im Markt, bei den KonsumentInnen zuhause sowie bei der Entsorgung bewähren. Alle Schritte müssen berücksichtigt werden. Bei vielen Produkten sind uns bereits nachhaltige Lösungen gelungen. Andere Projekte hingegen, beispielsweise die Verpackung von Bio-Karotten, stellen uns vor größere Herausforderungen. Daran arbeiten wir noch und lassen uns nicht entmutigen. Wir werden nicht müde, neue Wege auszuprobieren, um Schritt für Schritt Kunststoffverpackungen zu reduzieren oder ganz zu vermeiden.

Unser Motto: Raus aus Plastik!

Seit Beginn unserer Green Packaging Offensive 2011 konnten wir durch die schrittweise Umstellung auf umweltschonende Verpackungen bereits über 480 Tonnen Plastik einsparen. Bei konkreten Fragen, Anregungen und Rückmeldungen rund ums Thema nachhaltige Verpackung könnt ihr gerne verpackung@janatuerlich.at kontaktieren.

Energy Globe NÖ für unsere green Packing Initiative

Unsere Green Packaging Initiative mit dem Ziel, schrittweise den Ausstieg aus Plastik zu schaffen, wurde im April 2018 mit dem Energy Globe NÖ als bestes nachhaltiges Projekt ausgezeichnet. Durch die schrittweise Umstellung auf umweltschonende Verpackungen von Graspapier bis zu Zellulosefolien und -netzen auf Holzbasis konnten seit 2011 mehr als 480 Tonnen Plastik eingespart werden.  Wir freuen uns sehr über die Anerkennung für die langjährige Arbeit unserer Expertenteams in diesem wichtigen Bereich und fühlen uns bestärkt, diesen Weg konsequent weiter zu gehen.

Green
Packaging
Ja! Natürlich.