Garten

Was unterscheidet Bio-Saatgut von konventionellem Saatgut?

Ulli Cecerle-Uitz
Februar 20, 2015

Was ist Bio an Blumen-, Kräuter- und Gemüse-Samen? Was hat der Mensch davon? Warum profitieren die Tiere? Und wo sind die Vorteile für die Umwelt? Was rechtfertigt den Preisunterschied zwischen Bio und Nicht-Bio im Samen-Sortiment? Viele Fragen zu einem scheinbar unscheinbaren Thema, auf die es interessante Antworten gibt.

Keine chemisch-synthetischen Spritzmitteln

Das strenge Verbot von chemisch-synthetischen Spritzmitteln und künstlichen Düngern für Obst- und Gemüse-Biobauern setzt eine weitaus arbeits- und zeitintensivere Bewirtschaftung voraus als die konventionellen Variante. Das beginnt bei der Schädlingsbekämpfung und endet bei der Verarbeitung der Produkte. So werden beispielsweise Beikräuter (Unkraut) maschinell oder per Hand entfernt. Ernteerträge aus biologischer Landwirtschaft sind geringer und das Ausfallrisiko ganzer Saatguternten ist um ein Vielfaches höher, da auf die Chemiekeule verzichtet wird. Dazu kommt, dass bei einem Großteil der Bio-Betriebe mit weitaus weniger Technik und Fläche gearbeitet werden kann, viel Handarbeit und mehrere Arbeitsschritte sind gefordert. All das schlägt sich natürlich massiv auf die Produktionskosten nieder und macht Bio-Saatgut teurer als konventionelles.

 

0,0 % Pestizid-Rückstände

Wir beziehen unser Bio-zertifiziertes Saatgut von der Firma Samenmaier. Das Saatgut wird von Mutterpflanzen gewonnen, die natürlich auch schon in biologischer Landwirtschaft angebaut wurden. Die Lieferung unserer Bio-Samen in die Einkaufs-Regale erfolgt nach einem aufwendigen Testverfahren und geht übrigens weit über die gesetzliche Bio-Verordnung hinaus. Die von den sogenannten Vermehrern gezogenen Samen werden bei Samenmaier zunächst gereinigt und kommen ins Sperrlager. Aus jeder einzelnen Charge wird eine Probe gezogen und an die LVA Lebensmittelversuchsanstalt oder an B.I.S.Analytics in Linz geschickt, um Rückstände von Pestiziden auszuschließen. Das Ergebnis muss hier 0,0 % Rückstände betragen.

Strengste Kontrollen für Bio-Saatgut

Eine Bio-Zertifizierung allein genügt uns nicht. Deshalb verlangen wir diese zusätzliche Produktprüfung, die europaweit einzigartig ist. Das bedeutet: Das Bio-Saatgut wird behandelt wie Lebensmittel und ist nach der Prüfung IFS-zertifiziert. Die einwandfreien Bio-Samen werden anschließend nach Freigabe in einer von konventioneller Ware streng abgetrennten eigenen Abfüllanlage in Keimschutzbeuteln abgefüllt. Alle unsere Bio-Samen sind samenfest – das bedeutet, du kannst sie selbst weiter vermehrt werden. Theoretisch kannst du dich mit einer einzigen Packung Bio-Petersilie – im Unterschied zu vielen konventionellen Hybridsamen – in Eigenanbau ein Leben lang selbst versorgen.

Herr Mag. Johann Huber von Samenmaier steht gerne unter johann.huber@samen-maier.at jederzeit für nähere Informationen zu Qualitätsmanagement und Bio-Saatgut-Standards zur Verfügung.

 

Warum ist das Bio-Saatgut teurer?

Die grundlegend unterschiedlichen Produktionsarten von Bio und Nicht-Bio rechtfertigen den Preisunterschied.  Der hohe Aufwand in Anbau und Kontrollsystem, der viele Arbeitsschritte voraussetzt, kostet Geld. Mensch, Tier und Umwelt profitieren. Ein Rundumpaket, das auszahlt.

Betriebsbesuch bei Samenmaier

Wir waren schon vor Jahren zu Besuch bei der Firma Samenmaier und durften das Lager und die Abfüllstation genauer unter die Lupe nehmen. Sie selbst:

Zu Besuch bei Samenmaier

Kommentare

Danke für die vielen Interessanten Berichte und viel Neues im Bereich im Garten rund ums Haus

Johanna Stadlmayr
26.03.2019 um 07:33
ja! Natürlich

Liebe Johanna, danke für dein nettes Feedback, das freut uns sehr!

Ja! Natürlich
ja! Natürlich Team
26.03.2019 um 09:04

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