Freilandeier Grimps Freilandeier Grimps
Im Portrait

Gerald Grimps: versorgt uns mit Bio-Eier

Julbach - Mühlviertel, Oberösterreich

Wenn Gerald Grimps einkaufen fahren möchte, dann könnte er das innerhalb weniger Kilometer in drei verschiedenen Ländern tun: Sein Hühnerhof in Julbach liegt direkt an der deutschen Grenze und auch nach Tschechien ist es nicht weit. Eine Nähe, von der der Hühnerbauer durchaus profitiert, obwohl er selbst beim Einkaufen ganz regional bleibt: „Ob Wurst, Milch oder Brot – ich kaufe die Lebensmittel in Österreich. Weil bei der Qualität haben wir den Nachbarländern viel voraus.“ Das wissen auch die Nachbarn und so kommen nicht wenige seiner Kunden aus umliegenden Ortschaften in Deutschland, um bei ihm ab Hof Bio-Freilandeier zu beziehen. Wer sie in Österreich erwerben möchte, muss nicht gleich bis Julbach fahren: Seine Eier sind als Ja! Natürlich Bio-Freilandeier erhältlich.

Grimps Freilandeier
Grimps Freilandeier

Neues Standbein auf zwei Beinen

Aufs Huhn gekommen ist Gerald Grimps 2015. Zehn Jahre zuvor hatte er die elterliche Landwirtschaft, damals mit Milchkühen im Nebenerwerb, übernommen. Nach einer Umstellung auf Mutterkuhhaltung warf eine Gesetzesänderung die Frage nach der Fortführung auf. Vergrößerung war keine Option, zumal der Hof in trockenen Jahren schon an die Grenzen der Eigenversorgung mit Heu gestoßen war. Den Betrieb aufzugeben war allerdings nie ein Thema, obwohl Gerald Grimps eigentlich in einem technischen Planungsbüro angestellt war: „Der Hof ist seit über 200 Jahren im Besitz meiner Familie, die Flächen sind durchwegs zusammenhängend. Es wäre schad‘ gewesen, das einfach einzustellen.“ Die familiäre Situation erleichterte schließlich die Entscheidung weiterzumachen: „Die Kinder waren klein, meine Frau war in Karenz und der Wiedereinstieg verlief nicht nach unseren Vorstellungen. Also haben wir ein anderes Standbein gesucht.“

Grimps Freilandeier
Grimps Freilandeier

Natürliche Helfer

Kontakte zu Ja! Natürlich hatte Gerald Grimps bereits aus seiner Zeit als Rinderbauer, die Kooperation wurde mit den Hühnern fortgesetzt. Die Arbeitsaufteilung kristallisierte sich bald heraus: Während sich seine Frau Sieglinde vor allem um den Vertrieb kümmert, obliegt dem Hausherrn der Stall. Der Arbeitstag beginnt um sechs Uhr morgens mit einem von rund drei Kontrollgängen. Da heißt es Bodeneier aufsammeln, Futter und Wasser überprüfen und schauen, ob alle fit sind. Als stille Helfer für den Bakterienhaushalt im Stall setzt Gerald Grimps auf Mikroorganismen auf Kräuterbasis. „In der biologischen Landwirtschaft ist es so, dass man agiert, um nicht reagieren zu müssen. Die Hühner brauchen ein gesundes Umfeld, dann bedarf es keinen Einsatz von Medikamenten.“

Hennen sind Spitzensportler. Daher brauchen sie ein Umfeld, in dem es ihnen gutgeht.
Gerald Grimps, Bio-Landwirt
damals!
heute!
Grimps Freilandeier

Gesundes Umfeld

Dieses gesunde Umfeld finden die Tiere nicht nur im weitläufigen Stall, sondern vor allem im Freien. Auf dem 6 Hektar großen Areal hat jedes Huhn rund 10 Quadratmeter zur Verfügung – das sind um 8 Quadratmeter mehr als in der konventionellen Haltung. In der Früh, wenn sich die Türen automatisch öffnen, schwärmen rund zwei Drittel aller Hühner auf die Wiese aus. Dort finden sie nicht nur reichlich Gras und Kräuter, sondern auch Schatten und Schutz unter Obstbäumen und Sträuchern. „Das ist ein richtiger Urwald und das taugt den Hennen“, sagt Gerald Grimps. Und nicht nur den Hennen gefällt’s: Spaziergänger bleiben stehen oder kommen extra „Hendln schauen“.

Wenn sie wollen, dürfen die Hennen das ganze Jahr hinaus. Den Schnee haben sie nicht so gerne, aber kaum ist er weg, sind sie wieder draußen.
Gerald Grimps, Bio-Landwirt
Grimps Freilandeier
Grimps Freilandeier
Grimps Freilandeier

Gelebte Gemeinschaft

Was seine Bio-Freilandeier so speziell macht, fragen wir Gerald Grimps dann noch. „Der Dotter hat eine ganz besondere Farbe. Und einen feinen Geschmack. Ich denke, das kommt vom Grünfutter und den Kräutern, die den Hühnern immer zur Verfügung stehen. Sie können selbst entscheiden, ob sie Körndln fressen oder lieber draußen scharren.“ Den farblichen Unterschied sieht man dann im Endprodukt, im Rührei oder im Kuchen. Der geht im Hause Grimps, so wie die Eier, nie aus. Und wenn die Hühner besonders fleißig legen, dann teilt Gerald Grimps die Eier gerne: Einmal im Jahr kommt der örtliche Musikverein – in dem er selbstredend Mitglied ist – nach seiner Probe in den Genuss einer Bio-Eierspeis. Denn auch das ist regionale Landwirtschaft: ein Beitrag zu einer lebendigen Dorfgemeinschaft.

Wir waren zu Besuch am Bio-Bauerhof von Familie Grimps!

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