Ernährung

Was heißt Bio-Olivenöl „extra vergine? Die Königsklasse unter Olivenölen

Margit Fensl
Februar 15, 2017

Bei Olivenöl gibt es mit unendlich vielen Bezeichnungen, wie geht man aber sicher, dass es sich um ein hochwertiges Olivenöl handelt?

Olivenöl gibt es in drei Güteklassen:

1. Olivenöl extra nativ (= extra vergine)

Dabei handelt es sich um Öl höchster Güte. Die Gewinnung erfolgt direkt aus der Olive durch mechanische Verfahren, ohne chemische Behandlung oder Erhitzung und ist ausschließlich kalt gepresst (max. Temperatureinwirkung von 27° C). Entscheidend für den Geschmack ist der Säuregehalt im Öl. Der Säuregehalt der besten Öle mit der Bezeichnung: “natives Olivenöl extra” liegt stets unter 0,8 %. Der Säuregehalt von Ja! Natürlich natives Olivenöl extra aus Italien liegt sogar zwischen 0,2 und 0,3 %. Es ist gelblich bis grünlich gefärbt mit einem fruchtigen Geschmack. Verwende dieses wertvolle Öl vor allem in der kalten Küche, es ist aber auch zum Dünsten und kurzem Braten geeignet.

Ja! Natürlich Bio-Olivenöl "extra nativ" in 2 Sorten:

Das italienische Bio-Olivenöl extra nativ zeichnet sich durch einen würzig-pikanten und leicht herben Geschmack aus. Dieser kommt durch den hohen Anteil an Polyphenolen – das sind sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe – zustande.

Das griechische Bio-Olivenöl extra nativ ist eine regionale Spezialität aus dem Herzen Griechenlands, wo die für diese Region so typischen Koroneiki-Oliven angebaut werden. Das griechische Olivenöl zeichnet sich durch einen mild feinen Geschmack aus.

2. Natives Olivenöl (= vergine)

Die Herstellung von Öl zweiter Güteklasse erfolgt direkt aus der Olive mittels mechanischer aber auch chemischer Verfahren und ist eine Kaltpressung.  Der Anteil an freien Fettsäuren (berechnet als Ölsäure) darf max. 2 g pro 100 g Öl ausmachen. Die Farbgebung ist ähnlich dem „nativen Olivenöl extra“, verfügt ebenfalls über einen guten Geschmack. Auch dieses Öl findet Einsatz in der kalten sowie warmen Küche.

3. Olivenöl

Hierbei handelt es sich um eine Mischung von raffiniertem (industriellem) und nativem (kalt gepresstem) Olivenöl und ein Öl der niedrigsten Kategorie. Es ist blass in der Farbe, geschmacklich neutral. Verwendet wird es zum Schmoren, Dünsten, sowie für kalte Gerichte. Olivenöl kann höher erhitzt werden als Olivenöl extra vergine.

Allerlei Wissenswertes über Bio-Olivenöl

  • Achte auf die Güteklasse und verwende vorrangig Olivenöl extra nativ aus biologischem Anbau. Diese sind frei von chemisch synthetischen Spritz- und Düngemittel und von besonderer Qualität!
  • Lagere das Olivenöl dunkel und bei Temperaturen zwischen 10° – 16° C, dann hält es sich mindestens 18 Monate.
  • Du kannst das Olivenöl auch im Kühlschrank aufbewahren, es kann dann aber ausflocken. Das verursacht aber keinen Qualitätsverlust, lasse es vor der Verwendung wieder bei Zimmertemperatur klar werden.
  • Achte auf die Farbe! Das Öl sollte goldgelb mit einem grünlichen Schimmer sein – es muss „leuchten“! Von der Konsistenz her sollte es dünnflüssig sein. Ein schlechtes Öl dagegen, ist matt in der Farbe und zäh- dickflüssig.

 

(Quelle: Österreichische Gesellschaft für Ernährung ÖGE, Olivenöl – das Kulturgut mit dem gewissen „Extra“, 2005)

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