Die wichtigste Zutat: Zeit

Eines gleich vorweg: Kochen mit Kindern braucht Zeit. Denn Handgriffe, die uns Erwachsenen schnell von der Hand gehen, müssen erst einmal erklärt und geübt werden. Daher eignet sich das Wochenende, etwa der Samstagvormittag, gut dafür. Am besten, man beginnt schon gemeinsam mit der Planung: Rezept auswählen – es gibt mittlerweile eine Vielzahl an kindgerechten Kochbüchern – und Einkaufszettel schreiben. Dann kommt der gemeinsame Einkauf dran. Die Kinder helfen beim Zusammentragen der Zutaten, so bekommen sie ein Gefühl für Obst, Gemüse und Grundnahrungsmittel und lernen zugleich die Vielfalt kennen. Gemüsenetz und Einkaufstasche nicht zu Hause vergessen – das hilft dabei, Abfall zu vermeiden und hat Vorbildwirkung.

Einmal waschen und schneiden, bitte

Bio-Kartoffeln, Bio-Karotten oder Bio-Zucchini – was in den Topf kommt, wird zuerst gewaschen. Und das können schon Kinder ab drei Jahren. Möglicherweise wässern sie das Umfeld gleich mit. Daher sollte ein Wischtuch stets zur Stelle sein, um Kind und Küche rasch wieder trocken zu kriegen. Das Schneiden erfordert schon ein wenig mehr Geschicklichkeit und vor allem ein wachsames Auge. Weiche Lebensmittel wie Bio-Bananen oder Bio-Mozzarella eignen sich für den Anfang. Härteres Obst und Gemüse wie Karotten oder Äpfel können von Kindern mit einer helfenden Hand ab etwa fünf Jahren in Angriff genommen werden. Auch Schinken oder Wurst für die Pizza sind leicht zu zerkleinern – wenn einmal größere Stückchen bleiben, ist das kein Malheur. Besondere Freude haben Kinder, wenn sie ihre eigene Pizza dann belegen: Unsere köstliche Mini-Pizza kann um viele weitere Zutaten ergänzt werden, ganz wie es beliebt.

Ramen Weidejungrind
Pizzateig

Ups, zu viel erwischt!

Rezepte verleiten uns dazu, ihnen genau zu folgen. Was dabei vergessen wird: Durch manch ein Hoppala ist schon eine neue Kreation entstanden. Kommt also der Käse aus oder ist der Teig zu klebrig, ist das alles nicht so tragisch. Auch Improvisieren will gelernt sein – und die Kinder merken, dass zu viel Salz in der Suppe oder Rahmflöckchen in der Sauce nicht gleich ein Grund sind, alles über Bord zu werfen. Mit ein paar Tipps bei Pannen in der Küche lassen sich viele Speisen noch retten.

 

Blätterteig Kranz

Vorsicht am Herd

Der Herd ist Gefahrenquelle Nummer eins in der Küche. Daher heißt es, ihm mit dem notwendigen Respekt zu begegnen. Kleinere Küchenhelfer sollten eher auf Distanz gehalten, größere, ab etwa acht Jahren, auf die Gefahren hingewiesen werden. Gefährlich ist nicht nur die heiße Kochfläche, sondern auch spritzendes Fett und aufsteigender Dampf. Ein wenig Rühren in der Suppe und Abschmecken der Soße – Vorsicht, heiß! – unter Aufsicht sind jedoch gerne gesehen.

Was koche ich mit Kindern?

Zum Kochen mit Kindern eignen sich Speisen, in denen sie rühren, belegen oder dekorieren können. Da wird dem Flammkuchen mit Kürbis, Birne und Speck ein Gesicht verpasst und die Pizza lacht entgegen. Beim Rollen von Fleischbällchen können die Kleinen Hand anlegen – aber nur, wenn sie diese danach gründlich waschen. Beim Hantieren mit rohem Fleisch ist höchste Hygiene geboten, auch das sollen die Nachwuchsköche wissen.

Für süße Schleckermäuler eignen sich Palatschinken in vielen Variationen. Ob Dinkel-Palatschinken mit Nussfüllung oder vegane Palatschinken mit Pfirsich-Marillen-Füllung: Während die Großen fleißig die Fladen backen, können die Kleinen schon mal die Füllung draufklecksen. Die Küche aufgeräumt wird dann gemeinsam – schließlich will auch das gelernt sein.