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Seewinkler Bio-Reis

Ja! Natürlich
Januar 14, 2020

Angeregt durch das Schweizer Reis-Anbauprojekt wurde in Zusammenarbeit mit Ja! Natürlich Bio-Reis in der pannonischen Klimazone der Nationalparkregion Neusiedler See – Seewinkel im Burgenland angebaut und erfolgreich geerntet.

Innovativer Partner

Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer Schritt für den österreichischen Bio-Ackerbau. Für die Umsetzung einer solchen Idee braucht man einen
guten Mix aus Neugier, Begeisterung, Lust auf Veränderung, Geduld und Bereitschaft, auch einmal Rückschläge in Kauf zu nehmen.

Mit dem Bio-Bauern Erwin Unger hat Ja! Natürlich einen kongenialen Partner gefunden, der ebenso gerne über den Tellerrand blickt. Im gemeinsamen Reisprojekt war besonders die Bereitschaft von Bedeutung, sich gegenseitig zu inspirieren, zu vernetzen und auszutauschen. Und das ist für das Vorhaben, eine Diva wie die Reispflanze in unseren Breitengraden zu kultivieren, essenziell. Es kommt schließlich auf unzählige Faktoren an, ob und wie Reis gedeiht – das beginnt bei der Pflanzung der Setzlinge und endet bei der Verarbeitung, wenn die Ernte längst abgeschlossen ist.

Heuer neu: Polierter weißer Bio-Reis

Die drei bekannten Sorten werden heuer um einen Neuzugang – den polierten weißen Bio-Reis – erweitert. Dieser weiße Mittelkornreis wird dazu direkt nach der Ernte entspelzt, geschält, poliert und geschliffen. Durch die Sortenauswahl und den Poliervorgang reduziert sich die Kochzeit deutlich. Alle Sorten vom Seewinkler Bio-Reis haben einen kräftigen Geschmack und eine feste, nie klebrige Konsistenz. Der Bio-Reis passt besonders gut zu scharfen, kräftig gewürzten Speisen sowie wunderbar kalt als Salat.

Besonderheit dieses Bio-Reisanbaus

Viele Parameter müssen stimmen, damit die Reisernte am Ende erfolgreich ausfällt, denn leider gibt es einige Sollbruchstellen, die den Bio-Bauern einen Strich durch die Reisrechnung machen können: Ist der Boden geeignet? Passen Wasser- und Nährstoffversorgung? Ist die Sorte optimal gewählt? Sind die jungen Pflanzen stärker als das Unkraut? Passt der Reihenabstand am Feld? Ist es während der Windbestäubungsphase zu trocken? Verläuft die vegetative Phase feucht genug? Ist es während der Ausreifung ausreichend trocken? Sind die Nächte zu kalt? Gibt es im Sommer genug Regen? Ist der Herbst zu kühl?

Der größte Gegner der Bio-Reisbauern ist allerdings das Unkraut – es geht um das Kräftemessen zwischen Reis-Jungpflanze und aufkeimendem unerwünschten Wildwuchs am Feld, der in Asien und der italienischen Po-Ebene durch Wasserflutung eingedämmt werden kann. Diese Anbaumethode kommt derzeit im Burgenland noch nicht in Frage, hier müssen sich die Bio-Bauern mit aufwendigem Einsatz von Handarbeit behelfen. Das Unkraut wird unzählige Male manuell aus dem Boden gehackt, Hunderte Arbeitsstunden sind erforderlich. Schließlich sind für den Bio-Anbau chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel strengstens verboten. Dazu kommt, dass Reis eine sehr zögerliche Jugendentwicklung hat.

Vor allem aber hält das Klima als große Unbekannte die Bio-Bauern in Atem. Reispflanzen brauchen eine ausgeglichene Witterung mit warmem Sommerregen und einem trockenen Herbst für die Ernte. Boden und Grundwasser dürfen nicht zu kalt sein bei der Auspflanzung ab Februar. Extreme in Temperatur und Niederschlag sind sowieso kontraproduktiv.

Rezepte mit Bio-Seewinkler Reis

Schwarzer Seewinkler Reis mit roten Rüben und Feta

Roter Seewinkler Reis mit Pesto Rucola und Kräuterseitlingen

Weißer Seewinkler Reis mit Cottage Cheese mit Kräutern, getrockneten Tomaten und Oliven

Seewinkler Bio-Reis

Seewinkler Bio-Reis

Der nördlichste Reis der Welt. Unser Seewinkler-Bio-Reis wird in der Nationalparkregion Neusiedler See-Seewinkel in den Sorten weiß, rot und schwarz angebaut. Der schwarze Reis hat seinen Ursprung in China, der rote in Indien. Bei allen drei handelt es sich um Vollkornreissorten, die eine etwas längere Kochzeit benötigen.

Österreichischer Bio-Reispionier aus dem Seewinkel

Erwin Unger im Interview

Zum Interview

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