Wissen

Strenger als das Gesetz: Pionierprojekte in artgemäßer Tierhaltung bei Ja! Natürlich

Ulli Cecerle-Uitz
Mai 20, 2015

Biologische Fütterung, Verbot von Gentechnik und Verbot von vorbeugendem Einsatz von Antibiotika, regelmäßige Kontrollen – artgemäße Tierhaltung in biologischer Landwirtschaft ist einerseits getragen von Vorgaben der Bio-Verordnung. Andererseits bei Ja! Natürlich – und das ist das Besondere an der größten Bio-Marke Österreichs – durch zahlreiche zusätzliche Richtlinien, die unsere Bio-Bauern einhalten müssen und die weitaus strenger sind als die gesetzlichen Vorgaben: Regionale Herkunft und Auslauf sind die herausragenden Ja! Natürlich-Richtlinien, die in aufwendigen Projekten mit den Bio-Bauern umgesetzt werden.

Hier präsentieren wir die wichtigsten Projekte und Maßnahmen auf einen Blick, die das Engagement von Ja! Natürlich in der Tierhaltung zeigen. Ziel ist es, die Bedingungen für die Tiere, deren Fleisch und Produkte wir nutzen, laufend zu verbessern.

  1. Das Pionierprojekt „Haushuhn & Gockelhahn“ in Kooperation mit VIER PFOTEN.
  2. Das Haushuhn legt „Eier mit Liebe gemacht“.

  1. Das Pionierprojekt im Waldviertel: Freiland-Schweine.
  2. Auslauf auf der Weide und im Stall – ohne Ausnahme! Weide-Jungrinder.

  1. Viel Platz, Luft, Licht und Stroh als Beschäftigungsmaterial: Stroh-Schweine.
  2. 365 Tage Freilauf auf der Weide und im Stall: Heublumenmilchkühe im Salzburger Land.

  1. Freiland-Hühner brauchen Schatten & Schutz: Ja! Natürlich-Spende von Bäumen an Bio-Hühnerbauern.
  2. Freiland-Puten „Kelly Bronze“ in der Steiermark.

  1. Artenschutz einer alten Nutztierrasse: Patenschaft für das Pinzgauer Rind.

Kommentare

Sehr geehrte Damen und Herren, ich kaufe fast ausschließlich JaNatürlich Produkte. Jetzt habe ich gesehen, dass bei uns im Dorf beim größten Schweinemastbetrieb der Umgebung, wo Schweine auf Spaltböden "leben" ein JaNatürlich LKW Anhänger steht. Fa. Strohrigl, Wohlsdorf 39, 8521 Wettmannstätten. Wie kann das sein, dass eine Schweinefabrik JaNatürlich beliefert? Da wird der Konsument ganz schön geteuscht.

Sigrid Clavora
12.07.2020 um 16:05
ja! Natürlich

Liebe Sigrid, der Betrieb liefert nicht zu Ja! Natürlich. Alle Ja! Natürlich Lieferanten müssen an Ja! Natürlich gemeldet sein und werden jährlich auf den Ja! Natürlich Standard kontrolliert. Ein Betrieb mit Vollspalten ist nicht Ja! Natürlich konform. Ja! Natürlich Anhänger oder LKW´s für den Lebendtiertransport gibt es nicht. Einzig die LKW´s für die Filialbelieferung sind teilweise mit Ja! Natürlich gebrandet. Liebe Grüße, Christina vom Ja! Natürlich Team

Christina
ja! Natürlich Team
13.07.2020 um 13:28

Hallo! Gibt es eigentlich auch Milch aus muttergebundener Kälberaufzucht oder ist es geplant? Ich - und bestimmt auch viele andere Menschen - würde gerne mehr dafür bezahlen, wenn ich weiß, dass die Kälber nicht sofort nach der Geburt den Mutterkühen entrissen werden sondern eine zeitlang von ihnen gesäugt werden dürfen!!! Habe das leider gerade im Urlaub in Tirol mitansehen müssen, wie die kleinen Kälber, die noch ganz wackelig auf den Beinen sind von ihren Müttern getrennt in kleinen Plastikhäuschen gehalten werden 😢 Dieser Anblick hat mir das Herz gebrochen 😭 Ich hoffe sehr, dass hier sehr bald ein Umdenken erfolgt!!! Liebe Grüße Susanne

Susanne
27.07.2020 um 22:14
ja! Natürlich

Guten Morgen liebe Susanne, vielen Dank für deine Nachricht. Grundsätzlich ist zwischen Fleischrinderhaltung und Milchviehhaltung zu unterscheiden. In der Fleischrinderhaltung wird meistens die Mutterkuhhaltung praktiziert (siehe Ja! Natürlich Weidejungrind). Dabei laufen die Kälber in der Gruppe mit und verbleiben abhängig von der Produktionsform Monate bzw. bis zur Geschlechtsreife bei der Mutter. In der klassischen Milchviehhaltung (auch Bio) werden die Kälber meist nach der Geburt vom Muttertier getrennt, um die Milch der Kuh für eine weitere Verarbeitung zu nutzen. Diese Umstellung kann Tage bis zu einer Woche dauern, da auch die Milch vorher nicht verkehrsfähig wäre. Anzumerken ist aber, dass das Kalb verpflichtend Kolostralmilch (Muttermilch) zur Immunabwehr erhalten muss und anschließend zum langsamen Aufbau des Verdauungstraktes etwas Raufutter (bspw. Heu). In der Bio-Milchviehhaltung werden die Kälber mind. 3 Monate mit Vollmilch getränkt. Die Kälber werden dann nach Abheilung der Nabelschnur bzw. nach spätestens einer Woche in der Regel in Gruppen mit anderen Kälbern gehalten. Ein ständiger Sozialkontakt zu Artgenossen muss immer gegeben sein. Wir unterstützen Betriebe die eine muttergebundene Aufzucht der Kälber durchführen und forcieren auch Projekte dahingehend, jedoch ist dies aufgrund des derzeitigen Haltungssystems und des Produktionssystems in der Milchviehhaltung noch nicht ohne weiteres in der Praxis umsetzbar. Modelle, wo die Kälber ähnlich wie in der klassischen Mutterkuhhaltung mehrere Monate mit den Kühen mitlaufen sind leider erst im Versuchsstadium und bedingen u.a. die Bereitschaft des Betriebes dies umzusetzen bzw. erfordern ein ausgezeichnetes betriebliches Management. Natürlich verfolgen wir diesbezüglich sämtliche neue Erkenntnisse aus Praxis und Wissenschaft. Wir bedanken uns nochmal für dein Interesse und hoffen deine Anfrage entsprechend beantwortet zu haben. Liebe Grüße, Sabrina von Ja! Natürlich

Sabrina Wiedenhofer
ja! Natürlich Team
28.07.2020 um 08:58
ja! Natürlich

Liebe Susanne, vielen Dank für deine Nachricht. Deinen Kommentar können wir durchaus nachvollziehen. Grundsätzlich ist zwischen Fleischrinderhaltung und Milchviehhaltung zu unterscheiden. In der Fleischrinderhaltung wird meistens die Mutterkuhhaltung praktiziert (siehe Ja! Natürlich Weidejungrind). Dabei laufen die Kälber in der Gruppe mit und verbleiben abhängig von der Produktionsform Monate bzw. bis zur Geschlechtsreife bei der Mutter. In der klassischen Milchviehhaltung (auch Bio) werden die Kälber meist nach der Geburt vom Muttertier getrennt, um die Milch der Kuh für eine weitere Verarbeitung zu nutzen. Diese Umstellung kann Tage bis zu einer Woche dauern, da auch die Milch vorher nicht verkehrsfähig wäre. Anzumerken ist aber, dass das Kalb verpflichtend Kolostralmilch (Muttermilch) zur Immunabwehr erhalten muss und anschließend zum langsamen Aufbau des Verdauungstraktes etwas Raufutter (bspw. Heu). In der Bio-Milchviehhaltung werden die Kälber mind. 3 Monate mit Vollmilch getränkt. Die Kälber werden dann nach Abheilung der Nabelschnur bzw. nach spätestens einer Woche in der Regel in Gruppen mit anderen Kälbern gehalten. Ein ständiger Sozialkontakt zu Artgenossen muss immer gegeben sein. Wir unterstützen Betriebe die eine muttergebundene Aufzucht der Kälber durchführen und forcieren auch Projekte dahingehend, jedoch ist dies aufgrund des derzeitigen Haltungssystems und des Produktionssystems in der Milchviehhaltung noch nicht ohne weiteres in der Praxis umsetzbar. Modelle, wo die Kälber ähnlich wie in der klassischen Mutterkuhhaltung mehrere Monate mit den Kühen mitlaufen sind leider erst im Versuchsstadium und bedingen u.a. die Bereitschaft des Betriebes dies umzusetzen bzw. erfordern ein ausgezeichnetes betriebliches Management. Natürlich verfolgen wir diesbezüglich sämtliche neue Erkenntnisse aus Praxis und Wissenschaft. Wir bedanken uns nochmal für dein Interesse und hoffen deine Anfrage entsprechend beantwortet zu haben. Liebe Grüße, Sabrina von Ja! Natürlich

Sabrina Helmanseder
ja! Natürlich Team
28.07.2020 um 08:42

Liebes Ja! Natürlich Team! Wie genau wird Ja!Natürlich Bio-Fleisch geschlachtet und wie überprüfen Sie die Arbeitsbedingungen an der Schlachthöfe? Vielen Dank und LG

Oleg Lenski
29.07.2020 um 19:57
ja! Natürlich

Lieber Oleg, vielen Dank für deine Nachricht. Die Schlachtung passiert je nach Tierkategorie und Region auf unterschiedlichen Schlachthöfen. Dabei sind uns möglichst kurze Transportwege besonders wichtig, weshalb wir hier das Prinzip der dezentralen Schlachtung verfolgen. Die Schlachtbetriebe, welche unter anderem auch für Ja! Natürlich schlachten, werden jährlich im Rahmen der REWE-Lieferantenkontrollen überprüft. Dabei werden neben Hygiene, Tierschutz, Rückverfolgbarkeit auch die Arbeits- und Wohnbedingungen stichprobenartig überprüft. Gesonderte Vorgaben seitens Ja! Natürlich gibt es nicht. Liebe Grüße, Sabrina von Ja! Natürlich

Sabrina Wiedenhofer
ja! Natürlich Team
03.08.2020 um 08:59

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