Im Portrait

Andreas Sam: Baut verschiedenstes Bio-Gemüse im Wiener Becken an

Wiener Becken, Burgenland

Ja! Natürlich: Wie kamen Sie zu Ihrem Bio-Betrieb und warum bauen Sie genau dieses Bio-Gemüse an?

Andreas Sam: Ich habe 2005 einen Teilbetrieb übernommen und ab 2011 das „Gemüse“ in Eigenregie übernommen. Davor hatte der elterliche Betrieb schon viele Jahre BIO-Zuckermais an REWE geliefert.

Ja! Natürlich: In welcher Klimazone wächst ihr Gemüse?

Andreas Sam: In den Ausläufer des panonnischen Klimas, deswegen sind wir auch in der Reifung ca. 1 – 2 Wochen später als das Seewinkel.

Ja! Natürlich: Welche Besonderheiten oder Herausforderungen bringt diese Klimazone mit sich?

Andreas Sam: Diese Klimazone bedeutet für uns, dass wir im Sommer sehr wenig Regen haben, was die Reifung bzw. die Freiheit von Pilzen fördert, aber uns große Anstrengungen bei der Bewässerung abverlangt. Die Flächen sind noch eher kleiner strukturiert. Das bedeutet, dass wir viele verschiedene Felder zu bearbeiten, bewässern haben und dadurch uns viele Wegzeiten anfallen.

Ja! Natürlich: Welche Sorten bauen Sie an und warum?

Andreas Sam: Wir setzen, obwohl das für die Ernte aufgrund der stärker unterschiedlichen Abreife wegen des erhöhten Arbeitsaufkommens oft nachteilig ist, vorrangig auf samenfeste Sorten, da sich das mit unserem Verständnis von „BIO“ besser deckt.

Bauer sein heißt mit und von der Natur leben.

Ja! Natürlich: Was macht einen guten Geschmack aus? Welche Faktoren im Anbau haben Einfluss auf den Geschmack und eine erfolgreiche Ernte?

Andreas Sam: Für den Geschmack sind meiner Meinung nach, die Sorte, der Boden und die Klimazone wichtig, genau deshalb sollten wir als Produzenten immer unseren Boden kennen und auch viel ausprobieren, damit wir dann wissen, was wirklich gut zu uns passt.

Ja! Natürlich: Wie sieht der saisonale Kreislauf für den Anbau Ihres Gemüses aus?

Andreas Sam: Je nach Gemüse, das gepflanzt/gesät werden soll sieht natürlich die Vorfrucht bzw. Bodenvorbereitung anders aus. Genau wie die Pflanzen bei der Bodenart unterschiedliche Vorlieben haben, sieht es auch mit der Nährstoffversorgung während der Standzeit aus. Dem tragen wir natürlich mit der Vorfrucht, Bodenvorbereitung usw. Rechnung.

Ja! Natürlich: Mit welchen Schädlingen oder Pflanzenkrankheiten haben Sie als Gemüsebauer zu kämpfen? Wie wird dem entgegengewirkt, wo der Einsatz von chemisch-synthetischen Spritzmitteln im Bio-Landbau strengstens verboten ist?

Andreas Sam: Die Schädlinge und Krankheiten sind je nach Pflanze unterschiedlich. Ein altes Sprichwort sagt aber auch, dass gegen alles ein Kraut gewachsen ist. Dementsprechend versuchen wir, je nach Feldstück (Bodenart) und Kulturpflanze uns zu helfen. Gegen Schädlinge kommen vor allem Nützlinge (z. B.: Trichogramma-Schlupfwespe parasitiert das Geleg des Maiszünslers; Marienkäferlarven fressen Unmengen von Blattläusen, usw…) zum Einsatz und gegen Krankheiten vor allem Pflanzenstärkungsmittel und diverse Auszüge von Pflanzen wie Schachtelhalm, Brennesseln oder auch Steinmehl, dass in Kombination mit Molke, das Pilzmyzel beschädigt und so den Pilz am Wachstum hindert.

Ja! Natürlich: Wie viel Zeit vergeht von der Aussaat bis hin zum fertigen Verkaufsprodukt?

Andreas Sam: Je nach Gemüse unterschiedlich: Zuckermais ca. 100-120 Tage; Lauch je nach Sorte 5 – 10 Monate; Süßkartoffel ca. 8 Monate von Stecklingsproduktion bis zur Ernte

Ja! Natürlich: Wie wird das Gemüse (Lauch, Süßkartoffeln, Mais) nach der Ernte verarbeitet?

Andreas Sam: Es wird alles bei uns am Hof „verkaufsfertig“ gemacht und in den Gebinden, die dann auch im Geschäft stehen von uns bereits fertig geliefert.

Ja! Natürlich: Vielen Dank für das nette Gespräch!

Bio-Süßkartoffel

Ihr Name verrät ihr Geheimnis: Sie ist süß und mild im Geschmack. Unsere Bio-Süßkartoffel stammt zur Saison aus Niederösterreich. Dort wird sie gemäß der biologischen Landwirtschaft ohne den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln kultiviert. Wer sie einmal probiert, liebt sie - gekocht, gegrillt oder als Pommes.

Bio-Lauch

Unser Bio-Lauch, auch Porree genannt, wird in der Region Wiener Becken kultiviert. Geschmacklich ist er milder als seine Verwandte die Zwiebel. Verwendet werden kann sowohl der weiße, als auch der grüne Teil. Er kann gekocht, gedünstet, blanchiert, gebraten oder roh gegessen werden und passt daher gut in viele Rezepte.

Bio-Maiskolben

Unser Bio-Zuckermais kommt aus der Region Wiener Becken, wo er gemäß der biologischen Landwirtschaft kultiviert wird. Der frische Maiskolben wird gerne fürs Grillen verwendet. Die gegarten Körner aus den Kolben können aber auch herausgelöst werden und mit Gurken, Paprika zu einem Salat verarbeitet werden.

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