Nahaufnahme Bio-Sprossen Nahaufnahme Bio-Sprossen
Im Portrait

Johann Feldinger: zieht würzige Bio-Sprossen

Flachgau, Salzburg
Johann Feldinger mit Ja! Natürlich Sprossen
Hand auf Sprossen-Feld

Bio seit vier Jahrzehnten

Schon Johann Feldinger sen. begann 1989 mit Bio-Landwirtschaft. Ausschlaggebend waren gesundheitliche Probleme, die der heute 80-Jährige, so seine Überzeugung, dank der Umstellung von Gewohnheiten und dem Bekenntnis zu biologischen Lebensmitteln bestens überwunden hat. Gemeinsam mit seiner Gattin Maria packt der Senior immer noch an, wo er kann. Darüber hinaus greifen vier Mitarbeiter:innen dem Landwirt unter die Arme – ernten Kartoffeln und Karotten oder packen Sprossen ein.

„Ich sehe biologische Landwirtschaft als Weg nach vorn zurück zur Natur.“
Johann Feldinger
Kresse
Superfood

Sprossenlange Erfahrung

Mit Sprossen haben die Feldingers langjährige Erfahrung: Schon bevor diese als „Superfood“ bezeichnet und als „Microgreens“ in aller Munde waren, begann Johann Feldinger sen. mit dem Anbau von Kresse. Das war 1987. Heute beliefert der Bio-Bauernhof Ja! Natürlich mit Bio-Brokkoli Sprossen, Bio-Blaukraut Sprossen, Bio-Radieschen Sprossen und dem Klassiker Bio-Kresse.

Vlies
Naturfaservließ

Start auf dem Vlies, Vollendung im Gewächshaus

Die Basis für die Jungpflanzen sind Bio-Samen. Diese werden maschinell oder händisch auf unbehandeltes feuchtes Vlies aufgebracht, das wiederum schon auf die Größe der Verpackung vorgestanzt ist. Nun heißt es ab in den Keimraum. Denn anders als daheim, wo das Quellen im Wasser die Keimbildung der Keimlinge startet, treiben die Samen – je nach Sorte – drei bis fünf Tage bei Temperaturen zwischen 13 und 18 °C. Anschließend kommen sie in Gewächshäuser, wo sie je nach Lichteinstrahlung weitere Tage reifen. Haben sich die zarten Blätter gut entwickelt, werden die Matten abgestochen, noch am Hof verpackt und abgeholt.

Samen
wachsende Sprossen
Brokkoli Sprossen

Bio als Weg nach vorne

Dass alle Vorgänge nach biologischen Grundsätzen ablaufen sollen, war für Johann Feldinger von Anfang an klar, schließlich hat schon der Senior damit angefangen und das zu einer Zeit, als Bio noch belächelt wurde. „Wir können mit Bio-Landwirtschaft nicht die Welt retten, aber einen Beitrag dazu leisten“, sagt auch der junge „Steinerbauer“ und so wundert es nicht, dass bei Familie Feldinger ausschließlich Bio-Produkte auf den Tisch kommen: „Ob Obst, Gemüse oder Fleisch aus Weidehaltung – man schmeckt einfach den Unterschied.“

Sprossen Gewächshaus
Johann Feldinger ordnet das Vlies
Ja! Natürlich Sprossen
Sprossen auf Vlies
Ja! Natürlich Brokkoli Sprossen
Johann Feldinger in der Produktionshalle
„Unsere Bio-Sprossen sind ein reines Lebensmittel. Sie wachsen aus Bio-Samen ohne jegliche Zusätze oder Düngung.“
Johann Feldinger
johann Feldinger im Gewächshaus

Brokkoli Sprossen? Ja! Bitte

Den Unterschied schmeckt man auch bei den Bio-Sprossen, die ebenfalls fix in den Speiseplan der Feldingers integriert sind: „Allen gemeinsam ist, dass sie eine leicht scharfe Würze aufweisen. Dennoch sind sie verschieden im Geschmack. Besonders würzig sind die Bio-Radieschen Sprossen. Aber auch alle anderen streue ich mir gerne aufs Butterbrot.“ So zum Beispiel die Bio-Brokkoli Sprossen, die, wie Johann Feldinger versichert, gar nicht nach Brokkoli schmecken – eine Möglichkeit also für all jene, die von den Vorteilen des Kohlgewächses profitieren möchten, ohne dabei zum ausgewachsenen Gemüse zu greifen. Das gilt außerdem für die Bio-Blaukraut Sprossen. Letztendlich rät der Sprossenbauer: „Einfach ausprobieren und durchkosten, dann findet jeder seine Lieblingssorte – ob zur Brotzeit, auf einem Sommersalat oder in einer herzhaften grünen Grillsauce.“