Gesunder Boden

Tipps für deinen Bio-Garten

Auch wenn wir ihn meist wenig beachten, gesunder Boden ist die wichtigste Ressource für gesunde Lebensmittel. Und er ist keine Selbstverständlichkeit, ganz im Gegenteil: Verschiedene menschliche Einflüsse machen der Gesundheit der Böden zu schaffen. Eine fatale Folge von einseitiger, intensiver Bodenbewirtschaftung ist der stetige Rückgang von Insekten wie Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und Bodenlebewesen wie Regenwürmern und winzigen Mikroorganismen. Es ist höchste Zeit, den Umgang mit dieser wertvollen Ressource zu überdenken. Wir dürfen dem Boden nicht mit Gewalt mehr abringen, als er geben kann.

Unsere Garten-Tipps Sammlung
Gewusst?

1. Richtig gießen

Der ideale Zeitpunkt zum Gießen ist der Morgen. Es ist besser, alle zwei bis drei Tage durchdringend zu bewässern, als täglich nur oberflächlich zu spritzen. Das Wasser dringt dann tiefer in den Boden ein und steht den Pflanzenwurzeln länger zur Verfügung. Zugleich werden die Wurzeln angeregt, tiefer zu wachsen und sind so resistenter gegen Wasser- und Nährstoffmangel und zudem stabiler bei starken Winden.

2. Nutze die Kraft von Bio-Kompost

Bei der Kompostierung geschieht regelrecht ein Wunder der Natur. Aus vermeintlichen Abfällen und Überschüssen entsteht mit Hilfe von kleinen Tierchen die Grundlage für neues Leben. Fachleute nennen den Kompost auch liebvoll „Bauch des Gartens“. Hat man keinen Platz am Balkon, kann man als alternative zu einer Wurmkiste greifen! Diese gibt es mittlerweile in allen möglichen Formen, können am Balkon, Terrasse oder auch drinnen aufgestellt werden.

Regenwürmer leisten den wichtigsten Beitrag zur Fruchtbarkeit unserer Böden. Pflanzenreste, mineralische Bodenteilchen, abgestorbene Wurzeln und vieles mehr stehen auf ihrem Speiseplan. Da sich die Regenwürmer tief in den Boden eingraben, verteilen und vermischen sie ihren Dünger über weite Strecken.

Samen tragende Unkräuter, Wurzelunkräuter wie Ackerwinde oder Quecke, kranke Pflanzenteile (z.B. Blätter mit Mehltau oder Braunfäule), gekochte und gesalzene Speisereste, Fleisch und Fisch, gespritzte Lebensmittel und große Mengen an Nadelholz oder Thujenschnitt.
Kompost in der Stadt und am Balkon

Urban Gardening Kompost

Cool oder?

Ein großes Gefäß:

Man befüllt ein großes Gefäß mit ca. 10cm Erde & einer Handvoll spezieller Kompostwürmer.

Abfälle:

Küchenabfälle drauf geben, die von den Würmern als Nahrung verwendet werden und werden in Kompost umgewandelt.
Birne und Karotte als schwarzes Icon auf weißem Hintergrund

Richtig pflegen:

Die Kompostkiste sollte immer feucht aber nie zu nass sein. Die Kiste muss abgedeckt werden, da die Würmer lichtempfindlich sind.

Überwintern:

Im Winter muss die Kompostkiste in einen kühlen, aber frostfreien Raum gebracht werden.
Kleine Pflanzenwunder!

Biologische Schädlingsbekämpfung

Brennesseljauche
Entgegen der allgemeinen Meinung wirkt sie nicht gegen Läuse. Sie stärkt und düngt das Gemüse und erhöht so die Widerstandfähigkeit gegen verschiedene Pflanzenkrankheiten.

Knoblauch als Wundermittel
In der Mischkultur vertreibt er durch seinen strengen Geruch Blattläuse. Als Tee wirkt er hervorragend gegen Mehltau.

Brühe aus Ackerschachtelhalm
Wirkt gut gegen Pilzerkrankungen! Die Wirkung des Ackerschachtelhalms ist übrigens mittlerweile auch wissenschaftlich erforscht. Ackerschachtelhalm-Brühe sollte vorbeugend 14-tägig gesprüht werden, bei Befall mit Pilzen wöchentlich.

Garantiert österreichische Herkunft!

4. Das richtige Saatgut auswählen

Laut Auskunft der FAO (UNO-Welternährungsorganisation) gingen in den letzten 100 Jahren 3/4 aller Kulturpflanzensorten verloren! Der Anbau von alten, biologischen und samenfesten Sorten hilft der Umwelt und der Tierwelt – und damit schließt sich der Kreis für ein gesundes Ökosystem, von dem auch wir Menschen abhängig sind. Ja! Natürlich bietet heuer 140 Sorten an samenfestem Bio-Saatgut an, darunter viele Raritäten. So kann jeder im Garten, auf der Terrasse und dem Balkon einen bewussten Beitrag leisten

5. Fruchtfolge beachten

Bei der Fruchtfolge ist es wichtig, auf ausreichende zeitliche Abstände zwischen Gemüsearten der gleichen Familie zu achten. Auf eine Tomate darf also kein Paprika
folgen, auf eine Zucchini kein Kürbis und auf ein Weißkraut kein Brokkoli. Sonst wird der Boden einseitig ausgelaugt und es vermehren sich Krankheitserreger im Boden.

6. Kräuter für den Balkon

Die einfachste und zugleich beliebteste Methode ist das Säen von Kräutern. Dazu verwendet man eine magere Erde, am besten eine Kräuter- oder Anzuchterde. Eine normale Bio-Erde ist zu nährstoffreich und bewirkt eine zu rasche Entwicklung der Pflanzen. Optimaler entwickeln sich Kräuter, wenn sie langsam, aber stetig wachsen und viele Verzweigungen bilden. Die Samen werden in die leicht angefeuchtete Erde nicht zu tief gesät. Als Faustregel gilt: je kleiner das Samenkorn, umso flacher wird es in die Erde gelegt. Ab dem Moment der Aussaat muss die Erde immer feucht gehalten werden.

Für die Aussaat besonders geeignet sind die Samen von ein- und zweijährigen Kräutern. Dazu zählen Petersilie, Kerbel, Kresse, Dill, Kümmel, Borretsch, Basilikum, Kapuzinerkresse und Ringelblumen. Aber auch manche mehrjährigen Kräuter eigenen sich gut für die Aussaat wie z.B. Schnittlauch, Melisse, Liebstöckel oder Pimpinelle.

Blättere durch unseren Urban-Gardening Guide!

Bio-Küchenkräutersamen

2019 umfasst unser Bio-Sortiment über 140 Bio-Samensorten, darunter auch die beliebtesten Bio-Kräuter für die Küche. Bio-Petersilie, Bio-Basilikum, Bio-Koriander & Co sind übrigens samenfest können daher wieder vermehrt werden.

Bio-Schnittlauch

Unser Bio-Schnittlauch zählt zu den beliebtesten österreichischen Küchenkräutern und überzeugt mit seinem mild-feinen Lauchgeschmack. Kultiviert wird er im burgenländischen St. Andrä von unserem langjährigen Bio-Partner Erwin Binder.

Bio-Melisse

Aus dem Burgenland kommt unsere Bio-Melisse. Ihr erfrischendes Aroma erinnert an Zitrone oder Zitronengras. Vor allem in hellen Soßen, zu Spargel, in Cremesuppen oder leichten Essigen und Kräuterölen entfaltet sie ihren herrlichen Geschmack. Sie harmoniert auch gut mit Süßspeisen.

„Kräuter immer am späten Vormittag an Sonnentagen ernten! Um einen Sonnenbrand zu verhindern, lagern die Pflanzen vermehrt ätherische Öle in ihre Blätter ein. Diese ätherischen Öle sind verantwortlich für den Geruch und das gute Aroma der Kräuter.“
Bio-Gartenexpertin Doris Kampas rät:
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