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Nützlingsförderung

Nützlinge fördern: So bekämpfen Sie Schädlinge auf natürliche Weise

Blattläuse stehen auf der Speisekarte von Marienkäfern ganz oben
Oftmals hat man im eigenen Blumen- oder Gemüsebeet früher oder später mit dem Besuch von unerwünschten Insekten zu rechnen. Wurzeln werden zernagt und an Stängeln und Blättern wird gerne gesaugt. Im Bio-Garten weiß man sich selbstverständlich auf natürliche Art und Weise zu helfen. Um ungebetene Gäste wie Schnecken, Blattläuse und Co fernzuhalten, kann man auf die Hilfe von Nützlingen setzen. Doch nur wenn den Nützlingen auch geeigneter Lebensraum, frei von chemischen Pflanzenschutzmitteln und eine Vielfalt an Pflanzen geboten wird, können diese bei der natürlichen Schädlingsbekämpfung helfen.


Das Insektenhotel schafft Wohnraum für Nützlinge

Durch die Bereitstellung eines Insektenhotels kann Schutz zum Brüten und Überwintern gefunden werden. Es handelt sich dabei um einen Holzkasten, der mit Lehm, Stroh, Ziegeln, Bambusrohren und angebohrten Stängeln befüllt wird.

Zu den Bewohnern zählen unter anderem die Mauer- und Wildbienen. Sie leben und brüten alleine, wodurch sie sich von der Honigbiene unterscheiden. Die hohlen Stängel und Ritzen, die man im Nützlingshotel vorfindet, können hervorragend zum Nisten verwendet werden. Das Anlocken der wilden Bienen ist besonders wichtig, da sie für die Bestäubung der Obst- und Gemüsepflanzen in unserem Garten verantwortlich sind.

Auch die Florfliege siedelt sich gerne im Insektenhotel an. Ihre Larven, die auch unter dem Namen "Blattlauslöwe" bekannt sind, können während ihrer 3-wöchigen Entwicklungsphase bis zu 500 Blattläuse verspeisen. Die Farbe Rot hat bei den Florfliegen eine anziehende Wirkung. Deshalb ist die rote Wand im Nützlingshotel von großer Bedeutung.  

Eigelege von Schnecken, aber auch die Tierchen selbst werden von Eidechsen, Igel und Laufkäfer gerne verzehrt. Diese Helfer fühlen sich in „wilden Ecken“ besonders wohl. Zu ihrem Lebensraum zählen beispielsweise angehäuftes Laub, dicke Mulchschichten unter Hecken, Ritzen in Steinmauern oder auch ein einfacher Steinhaufen.

Auch der Marienkäfer begibt sich gerne auf die Jagd von Blattläusen. Weiters zählen auch Spinnmilben, die weiße Fliege und andere ungebetene Gäste zu seinen Leibspeisen. Wichtig ist, dass im Frühjahr nicht alle Blattläuse entfernt werden, sodass für den Marienkäfer genug Nahrung bleibt.

Auch auf die Hilfe von Nematoden kann gesetzt werden. Hierbei handlet es sich um mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die gegen den Dickmaulrüssler eingestzt werden können. Diese kann man kaufen und im eigenen Garten oder auf dem Balkon ausbringen.

Weitere hilfreiche Tipps von unserer Gartenexpertin Doris Kampas finden Sie in unserem Magazin.