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Kräuter

Kräuter: Von bekannt bis exotisch


Basilikum

Das Basilikum duftet und schmeckt süßlich-pfeffrig, ein wenig nach Nelken. Die „königlicher Heilpflanze“, wie es noch genannt wird, war bereits vor 4000 Jahren bei den Indern in Verwendung und war im alten Ägypten Grabbeigabe für Pharaonen. Es enthält Enzyme welche auch in entzündungshemmenden Medikamenten enthalten sind, beruhigt unter anderem die Nerven und lindert Migräne. Das Basilikum ist vielseitig einsetzbar, so zum Beispiel zum Würzen von Kartoffelgerichten, Gemüsesuppen, Eintöpfen, Marinaden, Pizza, Pasta und Tomatengerichten. Wichtig ist, erst die Blätter zu den fertigen Speisen hinzuzufügen, um das frische Aroma nicht zu zerstören.


Bohnenkraut

Das Bohnenkraut duftet würzig und ist leicht pfefferähnlich im Geschmack. Verwendet kann es werden für Suppen, Füllungen, Omlettes und Salate. Wie der Name schon sagt, wurde das Bohnenkraut gerne zum Verfeinern von Bohnenspeisen eingesetzt. Es wurde in Klöster- und Bauerngärten angepflanzt und sollte zusammen mit Rosmarin, Basilikum und Thymian das Salz ersetzen.


Dill

Ursprünglich stammt der Dill aus dem Mittelmeerraum und wurde durch die Mönche in Nord- und Mitteleruopa kultiviert. Er hat einen holzigen Duft und ist würzig im Geschmack. Besonders gern wird er für frische Salate, wie Gurke, Suppen, Fisch- und Geflügelgerichte, für Dips und zum Einlegen von Gurken verwendet.


Estragon

Der Kerbel hat einen süßen, milden Duft und ein anisartiges Aroma. Er wird hauptsächlich für Erdäpfel- und Paradeisersuppen, Kräuterbutter, Mayonnaise, Dips und Kräuteressig sowie für frische Salate nd Frischkäse verwendet. Besonders in der italienischen und französischen Küche wird er sehr geschätzt.


Kerbel

Der Kerbel ist süß, mild und anisartig im Geschmack. Verwendet wird er für Erdäpfel- und Paradeisersuppen, Mayonnaise, Salate und Kräutertopfen.


Koriander

Der Koriander ist eines der ältesten Küchenkräuter und ist mit dem Kümmel, Fenchel und Anis verwandt. Aus der indischen Küche und auch aus der des Nahen Osten ist er nicht mehr wegzudenken. Sein Aroma ist süßlich, etwas pfeffrig und bergamotteähnlich. Im Nachgeschmack ist er leicht würzig. Die frischen Blätter eignen sich hervorragend für asiatische und mexikanische Gerichte, für Joghurtsaucen sowie Kräuterdips.


Liebstöckel

Der Liebstöckel erinnert im Geruch und Geschmack an „Maggi“. Verwendet wird es meist für deftige Suppen, Eintöpfe und für gekochtes, gedünstetes oder gebratenes Gemüse. Es wirkt appetitanregend.


Majoran

Der Majoran gehört zur gleichen Gattung wie der Oregano, steht aber im Kontrast zu ihm. Ursprünglich stammt der Origanum majorana aus Vorderindien und kam durch die Araber in den Mittelmeerraum. Neben Thymian und Rosmarin wurde er bei den alten Griechen der Liebesgöttin Aphrodite geweiht. Er riecht herz-würzig und ist im Geschmack leicht bitter und aromatisch. Er eignet sich für Hülsenfrüchte, Kartoffelgerichte, Pilz- und Fischgerichte oder auch für vegetarische Brotaufstriche.


Melisse

Der Geschmack der Melisse ist erfrischend und da sie beim Zerreiben ein leicht zitronenartiges Aroma entfalten, ist sie auch unter dem Namen Zitronenmelisse bekannt. Die Melissa officinalis war in den früheren Epochen nahezu unentbehrlich. Gegen Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, rheumatische Erkrankungen und Magenbeschwerden wurde sie eingesetzt. Heutzutage findet die Heilpflanze bei Magen-Darm-Beschwerden, Schlafstörungen und depressive Verstimmungen Anklang. Die Zitronenmelisse bietet eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten. So wird sie zum Beispiel in hellen Saucen, zu Spargel, in Cremesuppen sowie zu fruchtigen Süßspeisen verwendet.


Oregano

Der Oregano wird auch wilder Mojoran geanannt, darf allerdings nicht mit ihm verwechselt werden. Er ist Hauptbestandteil der italienischen Gewürzmischung und ist traditionell in Pasta und auf Pizza zu finden. Vom Geschmack her, ist der Oregano aromatisch-würzig, warum und ein klein wenig bitter.


Petersilie

Die Petroselinum crispum zählt neben dem Schnittlauch zu einem der wichtigsten Gewürzkräuter. Die Blätter und Stängel riechen stark aromatisch und schmecken würzig frisch. Durch ihren hohen Vitamin C-Gehalt wirkt die Petersilie belebend und hilft uns so durch die Frühjahrsmüdigkeit. Frische Petersilie verleiht Chutneys, Saucen, Currys, Suppen und vielen anderen Gerichten einen gewissen Geschmack.


Pfefferminze

Die Pfefferminze hat aufgrund seiner antimikrobiellen, antiviralen und geistig anregenden Eigenschaften eine starke Heilwirkung. Seit tausenden von Jahren wird der Lippenblütler bevorzugt als Tee eingesetzt - auch wenn man nicht krank ist. In arabischen Ländern ist der Tee ein allgegenwärtiges Nationalgetränk. Erfrischend im Sommer und wärmend im Winter. Zur Heilung von Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden und Erkältungen werden nur die Blätter der „Mentha piperita“ verwendet. Der hohe Mentholgehalt ist ein besonders wirksamer, krampflösender Bestandteil. Kalter Pfefferminztee kann als Mundwasser zur Vorbeugung oder bereits bei bestehenden Entzündungen der Mundschleimhaut genützt werden. Auch in der Küche trifft man das Heilkraut an. Es kann zu herzhaften Speisen, Desserts, Suppen, Salate und Smoothies als das gewisse Etwas herangezogen werden.


Rosmarin

Als Symbol der Liebe und Schönheit, Grabbeigabe, Hochzeitsschmuck oder um im Mittelalter die bösen Geister zu vertreiben – die Geschichte des Rosmarins ist lange. Das aus dem Mittelmeerraum stammende Kraut wird vor allem in der mediterranen Küche, speziell in Italien und Frankreich, verwendet. Sein Geruch ist stark aromatisch und erinnert ein bisschen an Eukalyptus und Kampfer. Im Geschmack ist der Rosmarin harzig und leicht bitter. Die kleinen, nadelähnlichen Blätter eignen sich für Fleisch- und Wildgerichte, sowie für Suppen, Saucen, Eintöpfen, Erdäpfelgerichte, Salate und auch Topfen.


Salbei

Der „Salvia officinalis“ hat eine stark antibakterielle, pilzfeindliche, zusammenziehende und schweißhemmende Wirkung weshalb er in der traditionellen Pflanzenheilkunde bei Atemwegserkrankungen, Problemen im Mund- und Rachenraum sowie bei übermäßigen Schwitzen eingesetzt wird. Im zehnten Jahrhundert tranken arabische Ärzte einen frischen Salbeitee mit Honig. Dieses Getränk nannten sie „Bei guter Gesundheit“ und sie erhofften sich dadurch eine Steigerung ihrer geistigen Fähigkeiten. Heutzutage wird Salbei auch als antimikrobielles Gesichtswasser bei Hautproblemen, Tee der den Blutzuckerspiegel günstig beeinflusst und als Salbeibonbon aus Honig und Bienenwachs gegen Tuberkulose und Hustenattacken verwendet. Besonders gut schmeckt der Salbeitee, wenn die frischen Blätter 1 – 3 Minuten ziehen gelassen werden, mit ein Schuss Honig und ein Spritzer Zitronensaft zugegeben und so verfeinert wird.


Schnittlauch

Vermutet wird, dass der Schnittlauch ursprünglich aus Zentralasien kommt. Der „kleine Bruder der Zwiebel“ weist einen milden Knoblauchgeschmack auf und harmonisiert gut mit Petersilie, Kerbel und Estragon. In der französischen Küche ist dies Kombination als „fines herbes“ gekannt. Die grünen Halme liefern uns eine relativ große Menge an Eisen, in einer besonderes Form, die unser Körper schnell und intensiv aufnehmen kann. Die Verwendungsmöglichkeiten sind vielseitig, jedoch entfaltet er sein Aroma am besten, wenn er frisch in Salaten, Eierspeisen, Suppen oder Frischkäse eingesetzt wird.


Thymian

Der Thymus vulgaris wurde bereits im alten Ägypten verwendet – und zwar für die Einbalsamierung. Heutzutage ist er Bestandteil der Kräutermischung „Herbes de Provence“ und wird gegen Atemwegserkrankungen sowie Entzündungen im Mund- und Rachenbereich eingesetzt. Auch hat der Thymian eine verdauungsfördernde Wirkung, weshalb er oft zum Würzen von fetten Braten herangezogen wird. Er hat einen herben, würzigen Duft und ist herb-bitter im Geschmack. Er eignet sich auch hervorragend für Suppen, Gemüse, Fisch-, Fleisch, Wild- und Geflügelgerichte sowie für Füllungen.
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