Wissen

Green Packaging Neuheit: Graspapier

Lisa Vockenhuber
Juli 18, 2017

Das Motto „Raus aus Plastik“ und die konsequente Arbeit an Einsparungen bzw. nachhaltigeren Lösungen bei Verpackungen prägen die tägliche Arbeit bei Ja! Natürlich. Nun gibt es einen weiteren Fortschritt: Erstmals in Österreich testet Ja! Natürlich Graspapier als neue umweltschonende Verpackungsalternative und macht damit als heimische Bio-Marker Nummer Eins einen weiteren Schritt voraus in Sachen Green Packaging. Ab sofort werden die österreichischen Paradeiser auf Tassen aus Graspapier verpackt, Äpfel folgen im Herbst. Aber warum eigentlich ist Graspapier besser?

Was ist Graspapier?

Das Ja! Natürlich Graspapier besteht mit Gras (40 %) und Frischfaser aus FSC-zertifiziertem Holz (60 %). Somit besteht es aus 100 % nachwachsenden und recyclebaren Rohstoffen. Das Gras wird von Ausgleichsflächen gewonnen, die bisher nicht genutzt wurden und für die Gewinnung von Graspapier nun sinnvoll eingesetzt werden können. Die Grünflächen werden nicht gedüngt oder chemisch behandelt, immerhin kommt das Material direkt mit dem Bio-Obst und Gemüse in Kontakt, das ebenso garantiert frei von chemisch-synthetischen Spritzmitteln ist. Die Grasflächen dürfen außerdem maximal 50 km entfernt zur Papierfabrik liegen, um Transportkilometer einzusparen. Auch so wird die Umwelt geschont. Die FSC-Zertifizierung des verwendeten Holzes stellt außerdem sicher, dass der Wald vor übermäßiger Ausbeutung geschützt wird.

Warum nicht einfach Altpapier?

Altpapier ist natürlich besser als Plastik. Aber Plastik einzusparen ist nicht die einzige Maßnahme, mit der man beim Thema Verpackungen die Umweltbilanz verbessern kann. Als Bio-Pionier arbeitet Ja! Natürlich in vielen unterschiedlichen Bereichen an Optimierungen, auch wenn die Verbesserungen für KonsumentInnen nicht immer so klar sichtbar sind wie z.B. der Verzicht auf eine Plastiktasse. Gras ist ein schnell nachwachsender Rohstoff und benötigt bei der Verarbeitung zu Graspellets weniger Wasser und Energie als für die Herstellung von Altpapier benötigt wird.

Die Vorteile von Graspapier auf einen Blick

  • Bessere Bilanz bei Energie- und Wasserverbauch
  • Geringerer Rohstoffverbrauch
  • 100 % schadstofffrei
  • Aufgrund der Zusammensetzung nimmt Graspapier weniger Nässe auf als Altpapier. Daher sind die Tassen reißfester und damit auch formstabiler.
  • Weniger Druckfarbe nötig
  • Möglichst kurze Transportwege

Wie geht es weiter?

Wir testen ab sofort das Graspapier im Verkauf und hoffen, es bewährt sich auch bei KonsumentInnen und im Markt. Zuerst wird es bei unseren Bio Paradeisern eingesetzt, später folgen unsere österreichischen Bio Äpfel. Nach den ersten Tests im Verkauf wird über die Ausweitung des Einsatzes von Graspapier entschieden.

Seit Beginn unserer Green Packaging Offensive 2011 konnten wir bereits über 380 Tonnen Plastik einsparen.

Warum wird Bio-Ware überhaupt verpackt?

Wo immer es derzeit möglich ist, verzichten wir bereits auf Verpackung, um den Materialverbrauch so gering wie möglich zu halten. Warum Verpackung überhaupt notwendig ist, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Seit 2011 arbeitet Ja! Natürlich intensiv an neuen Green Packaging Lösungen für diverse Produkte, insbesondere Obst und Gemüse. Der lose Verkauf ist leider aus unterschiedlichen Gründen nicht immer möglich, oder gar nicht sinnvoll – auch wenn dies für Außenstehende nicht immer leicht verständlich ist. Wir bemühen uns weiter, das Thema Green Packaging voranzutreiben und neue, bessere Lösungen zu finden. Jedes Produkt bringt dabei unterschiedliche Herausforderungen mit sich – manchmal gelingen nachhaltigere Lösungen schneller, andere wiederum sind eine härtere Nuss, an der wir noch arbeiten.

Was bisher geschah:

  • Kompostierbare Zellulosefolien auf Holzbasis statt Plastikfolien
  • Kartontassen statt Kunststofftassen
  • Kompostierbare Zellulosenetze statt Plastiknetze
  • Natural Branding von Avocados
  • Graspapier für Paradeiser und Äpfel (Herbst 2017)

 

Energy Globe NÖ für unsere Green Packing Initiative

Unsere Green Packaging Initiative mit dem Ziel, schrittweise den Ausstieg aus Plastik zu schaffen, wurde im April 2018 mit dem Energy Globe NÖ als bestes nachhaltiges Projekt ausgezeichnet. Durch die schrittweise Umstellung auf umweltschonende Verpackungen von Graspapier bis zu Zellulosefolien und -netzen auf Holzbasis konnten seit 2011 mehr als 380 Tonnen Plastik eingespart werden. Wir freuen uns sehr über die Anerkennung für die langjährige Arbeit unserer Expertenteams in diesem wichtigen Bereich und fühlen uns bestärkt, diesen Weg konsequent weiter zu gehen.

Kommentare

Das ist toll! Heute kaufte ich erstmals die Bio-Karotten in Zellulosefolie. Darum schmökere ich auf dieser Seite, was sich verpackungsmäßig schon getan hat und noch tun wird. Ganz wichtig ist, dass die Bio-Marken hier voran schreiten und zeigen, wie man Plastik aus dem Lebensmittelbereich verbannen kann! »Ja! Natürlich« ist da vorn dran und für mich hoch erfreulich. Mit lieben Grüßen, Rudolf Füreder

Rudolf Füreder
19.01.2018 um 18:00
ja! Natürlich

Danke lieber Rudolf für dein nettes Lob und die Wertschätzung, das freut uns sehr, insbesondere jene, die tagtäglich an den Green Packaging Projekten arbeiten :) Liebe Grüße, Lisa vom Ja! Natürlich Team

Lisa Vockenhuber
ja! Natürlich Team
22.01.2018 um 10:09

Danke für die Ausweitung der nachhaltigen Verpackungen. Wir versuchen bevorzugt so verpacktes Obst/Gemüse zu kaufen. Vielleicht schaffen es die Physalis auch mal ins Graspapier... Wir verweigern die in den Plastikkörbchen... LG M²

Michael Meschik
14.05.2019 um 20:23
ja! Natürlich

Lieber Michael, danke für dein Interesse! Wir bemühen uns :) Kann es sein, dass du die Plastikkörbchen bei einem anderen Hersteller gesehen hast? Wir haben nämlich bei den Physalis eigentlich diese Kartons im Einsatz. Liebe Grüße, dein Ja! Natürlich Team

Ja! Natürlich
ja! Natürlich Team
15.05.2019 um 11:39

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Ja! Natürlich.