Im Portrait

Matthias Hofer: Hält Bio-Weidejungrinder im Mostviertel

Mostviertel, Niederösterreich

Matthias Hofer ist Mostviertler mit Leib und Seele. Was dem Obst- und Rinderbauern an seiner Heimat gefällt, sind die Streuobstwiesen und die hügelige Landschaft. Und dass er hier seine Wurzeln hat: Zumindest seit sieben Generationen ist sein Hof im Besitz seiner Familie, wahrscheinlich aber noch viel länger. Dass sich der 32-Jährige hier wohl so wohl fühlt, zeigt ein Blick in die Umgebung: Rinder weiden auf saftig grünen Wiesen, Obstbäume spiegeln den Lauf der Jahreszeiten wider – von der Blüte im Frühjahr bis zur Ernte im Herbst.

Biohof Hofer Streuobstwiese

Vier Generationen

2018 hat Matthias Hofer den Betrieb von seinen Eltern übernommen. Heute ist er Herr über 31 Hektar Land, hält nicht nur Weiderinder, sondern bewirtschaftet auch Wald und Streuobstwiesen. Bei der Arbeit kann er auf zahlreiche Helfer zählen: Die Eltern packen noch tatkräftig mit an und auch die Brüder sind zur Stelle, wenn sie gebraucht werden. Die Oma schaut auf die Urenkerl und werkelt nebenbei in der Küche, schließlich macht die Arbeit draußen hungrig. Der Hof der Hofers ist ein richtiger Familienbetrieb, das war er auch schon, als die Eltern ihn noch im Nebenerwerb geführt hatten. 2006 kamen dann gleich mehrere Veränderungen: Zum einen wurde der Betrieb von Milchwirtschaft auf Mutterkuhhaltung umgestellt. Und zugleich stieg die Familie auf biologische Bewirtschaftung um.

Biohof Hofer Streuobstwiese
... und zur Ernte ist es ein langer Weg
Biohof Hofer Streuobstwiese
„Ich genieße es, mich zwischendurch mal eine Viertelstunde hinsetzen und einfach den Kälbern und Kühen beim Grasen zuzuschauen.“
Matthias Hofer, Bio-Bauer aus Leidenschaft

Natürliche Düngung

Matthias Hofer ist froh über diesen Schritt: „Wir betreiben biologische Landwirtschaft, weil ich den Grund und Boden meinen Nachkommen so weitergeben möchte, dass sie darauf wirtschaften können.“ Das bedeutet für die Weiderinder viel Auslauf, frisches Gras und im Herbst – wenn sie Glück haben – den einen oder anderen Apfel als Leckerbissen zwischendurch. „Die Tiere weiden auf unseren Streuobstwiesen und sorgen so für die natürliche Düngung der Bäume. Zur Erntezeit müssen wir diese dann aber auszäunen, sonst würden uns die Kühe die Früchte wegputzen“, sagt Matthias Hofer, der Ja! Natürlich nicht nur mit dem Fleisch seiner Weidejungrinder versorgt, sondern auch die naturbelassenen Früchte für den Ja! Natürlich Apfel-Birnensaft liefert. Die Früchte wachsen, dank Bio-Düngung, auf gesunden Böden – eine Win-Win-Situation nicht nur für Ja! Natürlich Apfel-Birnensaft-Liebhaber, sondern auch für das Klima.

Futter von eigenen Feldern

Knapp 30 Kühe mit ihren Kälbern sorgen so für Düngung und Landschaftspflege, sie alle werden auf seinem Hof geboren. Nach sieben bis acht Wochen im Stall dürfen die Tiere erstmals auf die Weide. „Am Anfang halten sie sich noch bei den Mutterkühen, aber man kann Tag für Tag beobachten, wie sie selbstständiger werden“, sagt der Landwirt. „Spannend finde ich auch, wie sie sich in die Rangordnung einfügen.“ Gleich in der Früh werden die Tiere ins Freie gelassen, den Tag verbringen sie dann, außer es ist zu heiß, draußen. Am Abend geht es in den Stall, dort gibt’s, nach ausreichend frischem Gras, ein „Nachtmahl“, das ebenfalls vom eigenen Hof stammt. Sowohl die Sillage als auch das Kraftfutter Triticale für die Kälber wird selbst angebaut und geerntet.

„Wir betreiben biologische Landwirtschaft, weil ich den Grund und Boden meinen Nachkommen so weitergeben möchte, dass sie darauf wirtschaften können.“
Matthias Hofer, Bio-Bauer aus dem Mostviertel

Bei uns daheim!

Adi und Simone Raihmann von Karma Food waren zur Apfelblüte gemeinsam mit uns zu Besuch am Bio-Hof. Erfahre von Bio-Bauer Matthias Spannendes über das Leben und die Arbeit am Mehr-Generationen-Betrieb. Lerne ihn und seine sympathische Familie im Video kennen!

Von der Blüte bis zum Saft: Der Weg deines Bio-Obsts

Dauer: 03:38
Biohof Hofer Streuobstwiese

Ruhepol zwischen Streuobst und Weiden

Wenn man Matthias Hofer fragt, wo er wohnen möchte, dann kommt die Antwort prompt: „Bei uns im Mostviertel – und nirgends anders. Mein Hof ist für mich ein Ruhepol“, sagt der Landwirt abschließend.

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