Rinderzüchter:innen und Obstproduzent:innen aus Leidenschaft
Früher wurde der Hof von Familie Huber als Milchviehbetrieb mit Kalbinnenaufzucht geführt. Auf bio haben Karl und seine Frau Leopoldine bereits 1992 umgestellt. „In Sachen Masse kann man sowieso nicht mithalten, dann lieber bei der Qualität“, erklärt der Landwirt. Außerdem habe ihm die Philosophie vom Arbeiten mit der Natur, nicht gegen sie, von Anfang an gefallen. Im März 2015 hat mit Martin und Isabella Huber die nächste Generation im Nebenerwerb übernommen. Um sich von den Milchpreisen unabhängig zu machen, schaute sich das Paar nach Alternativen um – und landete bei einem Wagyu-Züchter in Oberösterreich. „Als Betrieb wachsen und mehr Flächen dazupachten war für uns keine Option“, so die Landwirtin. „Stattdessen möchten wir das, was wir haben, mit Leidenschaft betreuen.“ Im Dezember 2016 hielten die ersten Wagyu-Rinder auf den hofeigenen Streuobstwiesen Einzug. Im darauffolgenden Frühling war auch der neue Laufstall für die Wagyus und das Fleckvieh-Jungvieh bezugsfertig. Heute stehen die Zucht der reinrassigen Wagyu-Rinder und die Direktvermarktung ihres hochwertigen Fleisches im Mittelpunkt des Bio-Betriebs. Von Frühjahr bis Herbst verbringen die Tiere jeden Tag auf der Weide zwischen den Obstbäumen. Im Winter kommen sie, je nach Witterung, mindestens zweimal pro Woche in den Auslauf. Davon können sich auch die Gäste ein Bild machen, die Isabella Huber im Sommer jeden Freitag zu Veranstaltungen auf den Hof lädt, wo sie hausgemachte Wagyu-Burger serviert. Das Mostobst der eigenen Streuobstwiesen stellt für die vier Generationen, die am Hof zusammenleben, eine willkommene zusätzliche Einnahmequelle dar.
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