Biohof Geinberg Klaudia Atzmüller
Geinberg

Zu Bio-Lebensmitteln aus Österreich zu greifen, macht aus mehreren Gründen Sinn:

  • ohne lange Lagerzeiten sind sie besonders frisch,
  • punkten mit erstklassigem Geschmack und
  • schonen gleichzeitig das Klima, weil sie keine weiten Strecken zurücklegen müssen.

Darum hat regionales Gemüse aus heimischer Bio-Produktion bei Ja! Natürlich stets Vorrang und wird nur von Bio-Ware aus dem benachbarten Ausland wie Italien ergänzt, wenn unser Klima seinen Anbau nicht zulässt.

Denn um optimal heranzureifen, brauchen Fruchtgemüse wie Tomaten, Paprika und Gurken Wärme und Licht. Während im Süden mehr Sonnenstunden und höhere Temperaturen ihren Anbau über eine längere Periode ermöglichen, geht in Österreich mit dem Sommer auch die Erntezeit zu Ende. Der Einsatz einer neuen Technologie am oberösterreichischen Biohof Geinberg ermöglicht es dem Ja! Natürlich-Partner, die Saison von heimischem Bio-Gemüse auszudehnen – mithilfe von Erdwärme.

Geinberg
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Länger regional genießen dank Wärme aus der Erde

Thermenfans ist Geinberg im Innviertel längst ein Begriff. Die Wärme des Thermalwassers kann aber noch viel mehr als zur Entspannung beitragen: sie dient als nachhaltige Energiequelle für eines der modernsten und umweltfreundlichsten Gewächshäuser Europas. Seit der Geothermie-Bohrung in der Gemeinde 1998 werden neben der Therme Geinberg zahlreiche Haushalte damit versorgt. Jetzt kommt die Wärme aus der Tiefe auch den Premium Bio-Kirschtomaten, Bio-Snack-Tomaten, Bio-Spitzpaprika und Bio-Mini-Gurken zugute, die der Biohof Geinberg für Ja! Natürlich anbaut.

Während Glashäuser zum Heizen auf fossile Brennstoffe zurückgreifen, wird der Energiebedarf des Gewächshauses in Geinberg CO2-neutral durch die vorhandene Geothermie gedeckt. Vereinfacht erklärt, wird dazu Thermalwasser mit über 100 °C an die Oberfläche gepumpt und die Wärme in den Kreislauf des Biohofs geleitet. Auf diese Weise lassen sich Tomaten und Co vom Frühjahr bis in den Herbst ressourcenschonend anbauen und klimafreundlich aus der Region genießen.

Dauer: 00:35

Warum gibt es im Winter kein Bio-Gemüse aus dem Gewächshaus?

Künstliches Licht von Hochleistungslampen ist im Bio-Bereich nicht erlaubt. Geerntet wird nur von März bis Oktober bzw. November, wenn natürliches Tageslicht und Sonnenstunden bis zu einem gewissen Grad gegeben sind. In den Wintermonaten, wenn die Tage für die lichthungrigen Fruchtgemüse zu kurz sind, legt der Biohof Geinberg eine kurze Pause ein.

Ein gesundes Bodenleben für gesunde Pflanzen

Der Boden in der Gemeinde Geinberg zählt zu den fruchtbarsten in ganz Oberösterreich. Damit spielt er auch abseits der Geothermie eine entscheidende Rolle für das Gemüsewachstum, denn geschmackvolle Lebensmittel können nur auf gesunden Böden wachsen. Um die gute Bodenqualität zu bewahren und das gesunde Bodenleben bestmöglich zu fördern, setzen die Familien Steiner und Perlinger am Biohof Geinberg eine ganze Reihe an Maßnahmen. Das fängt beim

  • Einbringen von Regenwürmern an, geht beim
  • Kompostieren von Pflanzenabfällen und dem
  • Einsatz von Nützlingen wie Schlupfwespen, Raubmilben und Marienkäfern zur Schädlingsbekämpfung weiter und hört bei der
  • bewussten Verwendung biologisch abbaubarer Materialien anstelle von Plastik noch lange nicht auf.

Vor extremer Witterung und Pilzkrankheiten, die durch Feuchtigkeit begünstigt werden, sind die Pflanzen dank der stets optimalen Beheizung sozusagen von Haus aus gefeit.

Gesunder Boden
unser Held, der Regenwurm
Hände halten einen Regenwurm und frische Erde
www.schoenauer.co

Modern & nachhaltig: der Biohof Geinberg

Die Kreislaufwirtschaft und ein rundum durchdachtes Energiekonzept machen den Biohof Geinberg in Oberösterreich zu einem Vorzeigeprojekt der modernen, nachhaltigen Landwirtschaft. Geothermie liefert die Wärme für CO2-neutrales Beheizen des Gewächshauses, eine Photovoltaikanlage erzeugt den benötigten Eigenstrom aus Sonnenlicht und beim zum Gießen wird gesammeltes Regenwasser genutzt.

Perfekt reifes Gemüse – daran erkennst du es!

Frische Bio-Zutaten..

Pralle Paradeiser:

Ob Paradeiser, Kirsch- oder Snack-Tomaten, richtig reife Exemplare sind prall und sehr aromatisch. Im überreifen Zustand werden sie mehlig und verlieren an Aroma.

Grüne Blätter und Rispen stehen zwar für frisches Gemüse, sagen aber nichts über die Qualität der Tomaten aus.

Knackige Paprika:

Nicht nur rote Paprika sind völlig reif. Je nach Sorte färbt sich das Fruchtgemüse zur Reife auch hellgelb, orange oder rotbraun. Die besten Paprika sind fest, weisen eine glatte Haut auf und knacken beim Hineinbeißen – knackfrisch eben.

Stramme Gurken:

Feste Gurken mit unversehrter Schale sind die erste Wahl. Ob diese gekrümmt sind, ist Sache der Natur, frische Exemplare lassen sich jedenfalls nicht biegen.

Gut aufgehoben bis zum Genuss

Lager-Tipps

Manche mögen’s wärmer:

Kälte ist für Fruchtgemüse nicht nur beim Anbau kontraproduktiv, auch bei der Lagerung zuhause bevorzugen sie es etwas wärmer. Tiefe Temperaturen lassen Gurken matschig werden und rauben allen Fruchtgemüse-Vertretern ihren Geschmack. Besser als in der Gemüselade sind Paprika und Gurken deshalb im obersten Fach des Kühlschranks und Tomaten bei Raumtemperatur aufgehoben.

Am liebsten unter sich:

Tomaten geben so wie Äpfel das Reifegas Ethylen ab. Dieses lässt andere Lebensmittel bei gemeinsamer Lagerung schneller reifen und rascher verderben, deshalb Tomaten am besten immer separat abseits von empfindlichem Obst und Gemüse aufbewahren.

Auf Vorrat eingemacht:

Hat man mehr frisches Fruchtgemüse zuhause als sich in der Salatschüssel oder im Kochtopf verwerten lassen, ist das Einmachglas eine willkommene Alternative. Mini Gurken eignen sich gut für selbstgemachte Salz- und Gewürzgurken, Tomaten ergeben ein köstliches Sugo oder Tomatenpüree und Paprika lassen sich geröstet und gehäutet prima in Öl konservieren.
heimischer Genuss

Rezepte mit Bio-Fruchtgemüse

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