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7 Tipps für ein klimafreundliches Leben

Ja! Natürlich
März 2, 2021

Nicht nur Industrie und Mobilität, auch Lebensmittel hinterlassen ihren CO2-Fußabdruck: Rund ein Drittel der erzeugten Treibhausemissionen stammen aus der Lebensmittelversorgung, rund 80 Prozent davon entstehen bei der Produktion. Wenn jede*r an ein paar Schräubchen zur eigenen Ernährung dreht, kann einiges bewirkt werden.

Klimafreundliche Ernährung? Ja! Natürlich.

Beispiel gefällig: Würde sich jede*r von uns dreimal die Woche klimafreundlich ernähren, brächte dies die gleiche Treibhausgas-Einsparung wie 1/6 weniger Autos auf den Straßen. Die Entscheidung dazu haben wir jeden Tag in der Hand. Bei der Frage „Was esse ich heute?“, beim Blick auf die Vorräte, beim Weg zum Lebensmitteleinkauf, beim Einkaufen selbst …

Ja! Natürlich hat sich ein klares Ziel gesetzt: gemeinsam mit seinen Partnerbetrieben dem Klimawandel entgegenzutreten. Mit großen wie auch kleinen Maßnahmen – begonnen bei der Einsparung von Verpackungsmaterial bis hin zu strengsten Auflagen in der Tierhaltung, die ausschließlich auf Bio-Futter aus Österreich setzt. Und sonst? Sonst versuchen wir selbst, jeden Tag unseren eigenen Beitrag zu leisten. Denn Klimaschutz beginnt im Kleinen. Wir geben Anregungen, was du dazu beitragen kannst.

Klimaschutz beginnt am Teller!

7 Tipps zur klimafreundlicheren Ernährung

1. Saisonal und regional

Lebensmittel aus der Region erhalten und stärken die heimische Landwirtschaft. Durch kurze Wege tragen sie zur Reduktion von CO2-Emissionen bei. Aber: Nicht nur die kurzen Wege zählen. Auch Saisonalität hat Vorrang: Freilandanbau bietet das ganze Jahr über Abwechslung, viele Sorten können eingelagert oder eingekocht werden.

Dadurch gibt es heimisches Obst und Gemüse das Jahr über aus dem eigenen Vorratsschrank. Ja! Natürlich setzt auf Regionalität und Saisonalität und bezieht seine Produkte von ausgewählten regionalen Betrieben, die nach den strengsten Standards produzieren.

2. Bio hat die Nase vorn

In puncto Klimafreundlichkeit hat Bio die Nase vorn: Der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide, Düngemittel und gentechnisch veränderte Saaten spart viel Energie. Die Ja! Natürlich Bio-Betriebe sind meist Familienbetriebe, die weniger Tiere auf ihren Flächen halten und das Futter nach Möglichkeit selbst produzieren.

Weiteres Plus: Durch einen durchdachten, auf den eigenen Hof abgestimmten Kreislauf wechseln die Fruchtfolgen. Dies fördert die Diversität wie auch die Bodenqualität – ohne künstlichen Dünger, ganz natürlich.

3. Ware abgelaufen und trotzdem in Ordnung?

Grundsätzlich gilt: Das angegebene Haltbarkeitsdatum stellt die Mindesthaltbarkeit dar. Ist dieses Datum überschritten, heißt es, sich auf seine Sinnesorgane zu verlassen: Schimmel oder schlechter Geruch sind eindeutige Zeichen, ein Lebensmittel besser zu entsorgen. Vorsicht ist vor allem auch bei Fleisch und Fisch geboten, dieses sollte auf jeden Fall innerhalb des entsprechenden Zeitraums verzehrt werden.

Viele andere Lebensmittel wie Nudeln oder Reis können – sofern sie den Seh- und Geruchstest bestehen – auch über das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) hinaus noch verzehrt werden. Was nicht weggeworfen wird, muss nicht gleich nachgekauft werden.

Hol dir Tipps zur Abfallvermeidung!

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Bio-Gemüse und -Obst

4. Alles eine Frage der Lagerung

Vor allem bei Obst und Gemüse spielt die richtige Lagerung eine wichtige Rolle. Ob Kühlschrank oder nicht, ist keine Platzfrage, sondern richtet sich nach der Sorte. Ja! Natürlich Gemüse wie Bio-Spargel, Bio-Salate oder Bio-Karotten sind im Kühlschrank am besten aufgehoben, Ja! Natürlich Bio-Zwiebel, Bio-Paradeiser oder Bio-Paprika, aber auch Bio-Äpfel und Bio-Birnen halten sich am besten in der Speisekammer oder im Keller.

Wird einmal etwas übersehen, so ist das auch kein Problem. Solange sich weder Schimmel noch faule Stellen oder Gärung zeigen, hat Obst und Gemüse noch eine Chance verdient – in (grünen) Smoothies, Suppen, als Dörrobst oder Marmelade.

5. Restlessen – ein Genuss!

Essensreste sind zu schade für den Müll. Aus altem Brot, dem Ja! Natürlich Reis von gestern oder übrig gebliebenen Ja! Natürlich Waldviertler Erdäpfel lassen sich wunderbare Speisen zaubern – von Brotsuppe über Erdäpfelkäs‘ und Reislabern bis hin zu Klassikern der österreichischen Küche wie Gröstl oder Grenadiermarsch – weitere Inspirationen gibt es hier.

6. Weniger Fleisch ist mehr

Die Produktion von Fleisch und tierischen Produkten ist ressourcenintensiv und belastet das Klima. Pflanzliche Alternativen wie Ja! Natürlich Kräuterseitlinge, Ja Natürlich Tellerlinsen oder Ja! Natürlich Hummus als Brotaufstrich bringen nicht nur überraschende Geschmacksvariationen mit sich, sondern stecken auch voll Nährstoffen. Lust auf mehr bekommen?

Hier gibt’s vegane Rezepte für jeden Tag.

Fermentation erhält gesunde Inhaltsstoffe

7. Einkochen oder einlegen, was übrigbleibt

Ein halber Krautkopf, ein paar Karotten oder sonstiges Gemüse, für die es gerade keine Verwendung gibt? Mit einfachen Rezepten lässt sich all das konservieren – ob in Öl, Salzlake, Essig, Alkohol eingelegt oder mit Zucker eingekocht. So bleibt frisches Gemüse zu jeder Jahreszeit verfügbar – Vitamine und gesunde Nährstoffe inklusive. Hoch im Trend liegt Fermentieren – klingt kompliziert, geht aber ganz einfach. Und schmeckt einfach herrlich.

Hier geht’s zu köstlichen Rezeptideen.

Klimaschutz beginnt am Teller!

Dauer: 00:42
Wir halten uns an die Fakten

Wissenswertes zum Thema Klimaschutz und Ernährung

Wusstest du das?

1

157.000 Tonnen an angebrochenen und original verpackten Lebensmitteln wandern in Österreich jährlich in den Müll. In Wien sind das rund 40 Kilogramm pro Einwohner – das entspricht einem Gegenwert von rund 300 Euro.

2

Im CO2-Fußabdruck wird der gesamte Lebenszyklus eines Produkts eingerechnet – von der Herstellung über den Transport der Vorprodukte bis hin zu Nutzung, Nachnutzung und Entsorgung. Ja! Natürlich setzt auf kurze Wege, biologische Erzeugung und natürliche Lagerung.
Herz mit Schriftzug bio darin als schwarzes Icon auf weißem Hintergrund

3

Studien beweisen: Ökologische Landwirtschaft ist klimafreundlicher als konventionelle. Geringerer Tierbesatz, der Verzicht auf mineralische Düngemittel, die Lachgas freisetzen, sowie die Vermeidung synthetischer Pestizide in der Bio-Landwirtschaft schlagen sich positiv in der Klimabilanz nieder.

Fermentieren - Alte Methode voll im Trend

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am Besten schmeckt

Quellen

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