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Klimaschutz beginnt am Teller

Ja! Natürlich
März 18, 2021

Bio liegt im Trend: Im ersten Halbjahr 2020 erhöhte sich die eingekaufte Menge an Bio-Lebensmitteln in Österreich gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr zuvor um 14,4 Prozent. Das zeigt ein steigendes Bewusstsein für biologisch produzierte Lebensmittel. Aber bringt Bio auch dem Klima etwas?

Ist Bio besser fürs Klima?

Grundsätzlich ja – denn biologischer Anbau fördert die Biodiversität, setzt weniger treibhauswirksame Emissionen frei und macht energieaufwendige, synthetische Düngemittel überflüssig. In Österreich sind das allein rund 200.000 Tonnen pro Jahr, die nicht gebraucht und damit nicht produziert werden müssen. Stattdessen kommen organische Dünger wie Kompost oder Stallmist zum Einsatz. Die Ja! Natürlich-Landwirte machen sich diese Starkmacher aus der Natur zunutze.

Warum ist Bio besser fürs Klima?

Gesunde Böden binden CO2

Zwar gilt die Tierhaltung als nicht unerheblicher Verursacher von CO2, doch trägt andererseits die biologische Landwirtschaft dazu bei, dass Kohlendioxid im Boden gebunden wird: Humus besteht zu rund 60 Prozent aus Kohlenstoff. Durch Bodenmanagement, wie es Ja! Natürlich forciert, wandert das CO2 von der Atmosphäre in den Boden. Gezielte Fruchtfolge, Leguminosen und natürliche Düngung sorgen für gesunde Böden. Der Anbau von Soja setzt beispielsweise eine Interaktion zwischen Knöllchenbakterien und Wurzel in Gang, durch die Stickstoff gebunden wird. Damit düngt sich die Pflanze selbst und kommt ganz ohne Kunstdünger aus. Weiterer Zusatznutzen: Auch der Boden profitiert von diesem Prozess.

Bio fördert die Artenvielfalt

Gesunde Böden wirken sich jedoch nicht nur auf den Anbau, sondern auch auf die Artenvielfalt aus: Je nach Höhenlage treten auf biologisch bewirtschafteten Flächen rund 30 Prozent mehr Arten sowie 50 Prozent mehr Individuen als bei konventionellen Kulturen auf. Viele Bauern fördern diese Diversität durch innovative Ideen und Ja! Natürlich stärkt ihnen dabei den Rücken: Blühstreifen zwischen Ja! Natürlich Apfelbaumkulturen, zwischen denen zudem Hühner scharren oder ein für die Vögel als Futter zugedachter Anteil beim Sonnenblumenanbau zeigen, wie sehr eines ins andere greift. Reduzierte Bodenbearbeitung trägt ebenso zum Klimaschutz bei: Es tummeln sich mehr Organismen im Boden was wiederum der Speicherung von Wasser im Boden und somit den Pflanzen zugutekommt.

Manuel Gererstorfer Freilandschweine

Futter aus Österreich? Ja! Natürlich!

Achtet man beim Fleischkauf nicht auf die Herkunft, belastet man damit in gewisser Weise die Klimabilanz. Erhalten Tiere Futter mit synthetischen Zusätzen, wird für dessen Erzeugung zusätzlich viel Energie benötigt. Eine weitere Kerbe in die Klimabilanz schlägt Fütterung von Soja aus Übersee: Oftmals stammt es aus Monokulturen, deren großflächiger Anbau in bestehende Naturräume sowie Lebensräume eingreift – mit ökologischen sowie sozialen Folgen. Soja aus den USA, Brasilien und Argentinien ist zudem oftmals gentechnisch verändert. Die Soja-Pflanzen überstehen so den Einsatz von Pestiziden – im Gegensatz zu vielen anderen Gewächsen, die ringsum dann nicht mehr gedeihen.

Heimischer Soja ist hingegen zu 100 Prozent gentechnikfrei. Und genau darauf setzt Ja! Natürlich: So stammt das Futter für die Schweinemast vollkommen – und nicht wie laut Gesetz für Bio-Futter vorgeschrieben zu 95 Prozent – aus biologischem Anbau. Auch in der Tierhaltung setzt Ja! Natürlich hohe Maßstäbe: Ganzjährige Bewegungsfreiheit und Zugang nach draußen sind für alle Tiere Standard.

Bio – Ja! Natürlich. Und aus Österreich.

Wer durch seine Ernährung einen Beitrag zum Klima leisten möchte, kann auf verschiedenen Ebenen ansetzen: Ein erster Schritt ist auf jeden Fall der Griff zu biologischen Produkten. Die Ja! Natürlich Richtlinien gehen über die gesetzlich vorgeschriebenen Bio-Verordnungen hinaus und garantieren Produkte aus ressourcenschonender regionaler Landwirtschaft.

Ob und wie viel Fleisch jede*r einzelne konsumiert, liegt bei den Konsumenten selbst. Wer jedoch zu Fleisch aus Bio-Haltung greift, und das in geregelten Maße, ist am richtigen Weg.

Man muss nicht komplett auf Fleischprodukte verzichten, jedoch sollte sich der Konsum auf zwei Portionen pro Woche beschränken – Wurst schon inklusive; „Die Umweltberatung“ empfiehlt den Griff zu Bio-Fleisch. Ja! Natürlich Bio-Fleisch ist nach höchsten Standards erzeugt und hat kurze Wege hinter sich. Das bedeutet weniger CO2 durch kürzere Anfahrtswege sowie Wertschöpfung, die in der Region bleibt.

Ja! Natürlich setzt auf Bio-Produkte aus Österreich: Biologische Landwirtschaft nach höchsten Standards und kurze Wege leisten einen wichtigen Beitrag für unser Klima.

Gewinnspiel: Süß vs. Pikant - wer gewinnt?

Unsere Ja! Natürlich Blogger haben köstliche palmölfreie Rezepte im Duell gegeneinander gebacken und damit schön angerichtet Charcuterie-Platten gemacht.

Welche gefällt dir besser?

Stimme hier ab!

Worauf Ja! Natürlich gerne verzichten kann

Wir verzichten komplett auf Palmöl

Um Gutes für das Klima zu tun, heißt es auch, Verzicht zu leisten. Bei Palmöl fällt das gar nicht schwer. Alle – und das heißt wirklich 100 Prozent – der Ja! Natürlich Produkte sind daher palmölfrei. Wie das geht? Ganz einfach, indem auf hochwertige Öle aus heimischer oder europäischer Landwirtschaft zurückgegriffen wird. Das ist gut fürs Klima und für die Natur.

Erfahre hier mehr über unseren Weg zu 100% palmölfreie Produkte.

Unnötige Verpackungen vermeiden

Bei der Verpackung setzt Ja! Natürlich seit 2011 auf Green Packaging. Das heißt: sukzessive Reduktion von Materialien auf Erdölbasis hin zu natürlichen, biologisch abbaubaren Verpackungen aus Holz wie Zellulose oder aus Gras in Form von Graspapier. So konnten bei Ja! Natürlich Bio-Obst und -Gemüse bereits über 1.100 Tonnen Plastik eingespart werden – und damit eine Menge, die etwa 10.000 Menschen im Jahr weggeworfen hätten.

Wir arbeiten nach dem Motto: „So wenig Verpackung wie möglich, so viel Verpackung wie nötig!“ Es gibt dennoch unterschiedliche Gründe, warum wir auf Verpackung nicht ganz verzichten können. Mehr dazu findest du hier.

Klimaschutzpaket? Ja! Natürlich

Gemeinsam mit unseren Bio-Bäuerinnen und -Bauern setzen wir seit jeher auf ein ganzes Bündel an klimafreundlichen Maßnahmen, denn Klimaschutz beginnt am Teller!

Mit im Klimaschutzpaket:

✔️ REGIONALITÄT

✔️ GESUNDER BIO-BODEN

✔️ ALLES PALMÖLFREI

✔️ RAUS AUS PLASTIK

Klimaschutz beginnt am Teller

Dauer: 00:42

Jeder einzelne ist im Klimaschutz gefordert

Durch dein Verhalten trägst du zum Klimaschutz bei

Wusstest du, dass rund ein Drittel der erzeugten Treibhausemissionen aus der Lebensmittelversorgung stammen? Klimaschutz beginnt schon im Kleinen und jeder von uns ist gefordert, seinen Beitrag zu leisten. Wir geben Anregungen, was du für den Klimaschutz tun kannst.

Hol dir unsere 7 Tipps zur klimafreundlicheren Ernährung.

Wir zeigen dir wie du gekonnt deine Lebensmittel richtig lagerst, Abfälle in der Küche vermeidest und Köstlichkeiten aus deinen Essensresten zauberst.

Deine 10 Bio-Argumente für Skeptiker

Du kennst Freunde, Bekannte oder Verwandte, die Bio gegenüber skeptisch eingestellt sind und immer noch mit „Bio ist so teuer, Bio ist ein Marketing Gag, alles total übertrieben“, etc. argumentieren?

Wir haben für dich schlagkräftige Argumente zusammengefasst, um auch die größten Zweifler in deinem Umfeld von der Wichtigkeit biologischer Lebensmittel und nachhaltiger Landwirtschaft zu überzeugen.

Du möchtest überzeugen? Hier downloaden!

* ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel

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