Ganzheitliche Fleischküche für Klima, Umwelt und Genuss

Vor nicht allzu langer Zeit wäre man gar nicht auf die Idee gekommen, nur ausgesuchte Teilstücke von Rind oder Schwein zu konsumieren. Viel zu kostbar war das teure Lebensmittel Fleisch, seine Verarbeitung von der Schnauze bis zum Schwanz eine Selbstverständlichkeit.

Heute werden dagegen einige wenige Teile bevorzugt, die möglichst zart und mager sind und sich mit geringem (Zeit-)Aufwand zubereiten lassen. Diese sogenannten Edelteile machen je nach Tierart jedoch kaum ein Drittel der verwertbaren Fleischstücke eines geschlachteten Tieres aus. Eine Rechnung, die nicht aufgeht und Anlass gibt, die Gründe für die Ganztiernutzung einmal genauer zu betrachten:

Nose-to-Tail ist gut für...

Genießen!

Abwechslung am Teller

So wie magere Filets haben auch sehniges Siedefleisch und bindegewebsreiche Teile ihre kulinarischen Vorzüge und sorgen zart gesotten oder mürbe geschmort für eine köstliche Vielfalt an Geschmack und Textur.

Tolle Rezeptideen warten weiter unten auf dich!

Umwelt und Klima

Weniger, dafür hochwertiges Bio-Fleisch lautet die klimafreundliche Devise. Wenn wir uns in der Küche unpopuläreren Stücken abseits der Edelteile annehmen, müssen weniger Tiere geschlachtet und weniger tierische Lebensmittel entsorgt werden. Das bedeutet wiederum weniger klimaschädliche Treibhausgase.

Höchste Standards zum Wohl unserer Tiere!

Das Gewissen

In die Herstellung von Fleisch fließen viel Zeit und Ressourcen. Nicht zuletzt hat für unsere Lebensmittel ein Tier sein Leben gelassen. Der beste Weg, unseren Respekt und unsere Wertschätzung dafür zu zeigen, ist kein Stück zu verschwenden.

Einkaufsliste

Die Geldbörse

Weniger gefragte Teile wie Bio-Gulaschfleisch oder die Oberkeulen von Bio-Puten sind meist günstiger als die Klassiker zum Kurzbraten aus dem Rinderrücken oder Putenbrüste. Wer beim Fleischeinkauf ganzheitlich denkt, schont neben der Umwelt auch die eigenen Finanzen.

Einen genauen Überblick über die einzelnen und allesamt köstlichen Teilstücke vom Bio-Weidejungrind, Bio-Schwein und Bio-Lamm oder Bio-Ente bekommst du in diesen detaillierten Beiträgen.

Wir gehen aufs Ganze

1

Wir verpflichten uns, stets ganze Tiere abzunehmen und zu 100 % als portionierte Teilstücke oder zu Wurst- und Fleischwaren verarbeitet zu vertreiben.

2

Die Tiere wachsen bei ganzjährigem Freilauf mit biologischer Fütterung und ohne Einsatz von Gentechnik oder vorbeugenden Antibiotika auf heimischen Bio-Betrieben heran.

3

Bei BILLA PLUS kannst du alle Teile unseres Bio-Fleischs bequem vorbestellen - so verarbeitest auch du alles von der Schnauze bis zum Schwanz.

4

Weniger beliebte Innereien finden eine Aufwertung und werden den Kunden als Leberstreichwurst schmackhaft gemacht. Wir arbeiten laufend an weiteren Produktideen, um Teilstücke oder auch Fett von Tieren weiter verwerten zu können.

Ganzheitlicher Genuss hat immer Saison

Deftiges Gulasch, würziges Reisfleisch und herzhafte Schmorbraten erfreuen sich im Herbst und Winter großer Beliebtheit. In den Sommermonaten und während der Grillsaison werden durchzogene Teilstücke, die sich aufgrund ihres hohen Sehnen- und Bindegewebsanteils vor allem zum Kochen, Dünsten und Schmoren eignen, im Kühlregal häufig links liegen gelassen. Dabei liefern sie für viele sommerliche Gerichte die perfekte Basis und lassen sich obendrein gut einfrieren. Mit den folgenden Tipps und Rezeptideen hat nachhaltiger Fleischgenuss jetzt Hochsaison.

5 Tipps für nachhaltige Fleischküche

Vorausschauend vorkochen

Bei Stücken mit längerer Garzeit lohnt es sich, gleich größere Mengen zubereiten und den fertigen Eintopf oder das Schmorgericht ein paar Tage im Kühlschrank zu lagern oder längerfristig einzufrieren. So hast du immer ein selbstgemachtes Fertiggericht für die schnelle Küche parat. Gulasch schmeckt aufgewärmt sowieso am besten.

Auf Vorrat einfrieren

Im Gefrierfach lässt sich die Haltbarkeit von frischem Fleisch verlängern. Im Fall von Geflügel auf ca. 4 Monate, bei Schwein auf etwa 6 Monate und bei Rindfleisch auf bis zu einem Jahr – für einen besseren Überblick Gefrierbeutel mit Datum beschriften. Um Gefrierbrand und der Oxidation von Fetten vorzubeugen, gilt es Temperaturschwankungen zu vermeiden.

Knochen für Brühe nutzen

Mit Gemüse, Kräutern und Gewürzen in Wasser gekocht ergeben die kollagenhaltigen Rinderknochen eine herrlich aromatische Brühe. Diese rundet im Dressing den perfekten Erdäpfelsalat zum Grillen und sommerliche Vinaigrettes ab. Zu einem Fond reduziert und passiert dient sie als Basis für feine Saucen und gebundene Glasuren.

Fertig!

Zum ganzen Hendl greifen

Gebratene Brust, geschmorte Keule oder knusprige Flügel – ein ganzes Hendl liefert all das und obendrein Karkassen und Hühnerklein für eine schmackhafte Hühnersuppe, die zum Aufgießen von Risotto und Sugo Gold wert ist.

Bei niedrigen Temperaturen garen

Über längere Zeit bei niedrigen Temperaturen zwischen 80 und 100 °C gedünstet werden grobfaserige, durchwachsene Teile wunderbar mürbe, während sich durch die Umwandlung von Bindegewebe in Gelatine ein sämiger Saft bildet. Ein weiterer Vorteil: einmal ins Backrohr geschoben, können Braten oder Gulasch weitgehend unbeaufsichtigt bleiben und kochen sich quasi von selbst.

Verwerte alles!

Weitere Rezepte nach dem Nose-to-Tail Prinzip

Leaf-to-Root-Verwertung

Kennst du auch schon das Prinzip der kompletten Verwertung von Obst und Gemüse? Das Pendant zur Nose-to-Tail Verwertung ist als Leaf-to-Root in aller Munde. Mit unseren Tipps und köstlichen Rezepten verwertest du alles – von der Wurzel bis zu den Blättern, auch Schalen von Bio-Gemüse & -Obst kann man oft noch verarbeiten.

Zum Beitrag!
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