Im Portrait

Franz Hascher und Elene Figl: Ernten im Tullnerfeld 400 Kürbissorten

Tullnerfeld, Niederösterreich

Dass Kürbisse beim „Franzlbauern“ in Hintersdorf, Gemeinde Andrä-Wördern, wachsen, ist wohl ein wenig dem Zufall zu verdanken: Franz Hascher hatte als 38-Jähriger den Betrieb seiner Eltern übernommen, der vornehmlich auf die Milchwirtschaft ausgerichtet war. „Irgendwann ist mir aber bewusst geworden, dass mein Herz mehr für den Acker schlägt als für den Stall“, sagt der heute 59-Jährige. Auf einem Kürbisfest in Retz lernte er eine amerikanische Pensionistin kennen, die großes Wissen über Kürbisse an den Tag legte. Er wiederum war auf der Suche nach einer Kultur, um einen innovativen Weg zu bestreiten. Mit Unterstützung und Know-how der Pensionistin baute er sieben Kürbissorten an, die sich auch gut verkauften. Wobei die ersten Kürbiskunden eigentlich kamen, um Milch zu holen. Sie nahmen dann auch noch die Kürbisse mit, die im Hof eher zur Dekoration ausgestellt waren. „Geht doch“, dachte sich Franz Hascher. Das neue Produkt hatte bestanden!

Kürbis Range
Kürbis Range

Arbeit mit der Natur

Die Umstellung auf biologischen Anbau erfolgte auf Kundenwunsch. Franz Hascher kam diesem nach und seine Kürbisse fanden Eingang in das Ja! Natürlich Sortiment. Der Übergang von konventioneller zu biologischer Bewirtschaftung war freilich interessant, wie Franz Hascher ausführt: „Bei der konventionellen Landwirtschaft hast du immer noch die ‚Feuerwehr‘ Chemie und Dünger. Beim Bio-Anbau arbeitest du mit der Natur – und die verzeiht keine Fehler“, was die Arbeit herausfordernd, aber auch jedes Jahr aufs Neue lehrreich macht.

„Landwirte haben auch einen Chef. Das ist das Wetter von oben!"
Franz Hascher
Kürbis Blüte
Kürbis Ernte
Elena Figl Kürbis

Familienbetrieb

Unterstützung im Betrieb erhält er von der ganzen Familie: Zwei seiner vier Töchter führen mittlerweile einen eigenen Betrieb, die dritte erledigt die Büroarbeit. Elene Figl hat sich wie ihr Vater auf Kürbisse spezialisiert und greift dabei auf den Erfahrungsschatz ihres Vaters zurück. Der Einstieg dazu erfolgte eigentlich als Ausgleich zu einer anderen Leidenschaft: Vier Saisonen lang war sie Schilehrerin, die Arbeit auf dem Hof im Sommer dazu die passende Ergänzung. Heute leitet Elene ihre eigene Landwirtschaft. Und wie beim „Franzlbauer“ war es auch bei ihr die Begeisterung für die Natur, die sie diesen Weg einschlagen ließ: „Die Arbeit ist für mich spannend, sie erfordert Flexibilität.“ Und auch Organisationstalent. Denn als Mutter von zwei Kindern ist es oft nicht einfach, alles unter einen Hut zu bringen. Aber so wie sie schon von klein auf in die Arbeiten eingebunden war, nimmt sie jetzt auch ihre Kinder mit hinaus auf das Feld.

„Wir sind ein Familienbetrieb. Großeltern und Eltern packen mit an und auch meine Kinder sind schon oft draußen auf dem Feld.“
Elene Figl

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Eine Frage des Klimas – über und unter der Erde

Die Arbeit beginnt im Frühjahr, wenn das Bio-Saatgut gesetzt wird. Ist dieses erstmal in der Erde, heißt es: abwarten. Und auf das Wetter schauen. „Der Kürbis mag es nicht zu kalt und feucht“, verrät der „Franzlbauer“ Franz Hascher, „aber er kommt mit unserem Klima gut zurecht.“ Um die Kultur vor Beikräutern zu schützen, wird eine Mulchfolie aufgebracht. Diese hält zugleich Wärme und Feuchtigkeit in der Erde. In trockenen Jahren muss das Saatgut allerdings eingegossen werden. Dies geschieht mit Tröpfchenberegnung, um den Wasserverbrauch möglichst gering zu halten. Zeigen sich erste Blüten, kommen Bienen zum Einsatz: Hobbyimker aus der Region stellen ihre Stöcke bei den Feldern auf und sorgen für die wichtige Befruchtung. Ende August/Anfang September ist der Ofenkürbis schließlich reif. Von da an finden sich die Ofenkürbisse von Franz Hascher im Ja! Natürlich-Gemüseregal. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um sich damit einzudecken. Denn sie halten sich, richtig gelagert, zwei bis fünf Monate. Tipp’s für die richtige Lagerung von Obst und Gemüse findest du hier.

„Als Landwirtin muss ich flexibel sein. Jeder Tag ist anders, aber es ist eine Freude, zu sehen, wie die Pflanzen wachsen und gedeihen.“
Elene Figl
Das wird dir schmecken!

Rezepte mit Bio-Kürbis

Bio-Ofenkürbis
Neu

Im Herbst wird's Bunt - auch auf unseren Tellern! Unsere Bio-Ofenkürbisse stammen aus dem Tullnerfeld und Mostviertel. Die Bio-Sortenvielfalt: Casperita, Orangita, Sam Bicolor, Shokichi Shiro Red, Shokichi Shiro Grey und Miss Sophie Pink!

Bio-Kürbismix

Unser vielfältiger Bio-Kürbismix kommt aus Ober- und Niederösterreich, wo er gemäß der biologischen Landwirtschaft angebaut wird. Statt Monotonie ist Bio-Vielfalt angesagt. Ob Butternuss-, Delicata-, Spaghetti-, Eichel-, Baby Bear- oder Blue Ballet-Kürbis, die Auswahl ist groß und in unterschiedlichen Farben, Formen und Geschmacksrichtungen vorhanden.

Bio-Ofenkürbiss
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